Harvey Weinstein entpuppt sich immer mehr als schwieriger Mandant. Nachdem bereits zwei seiner Rechtsberater die Segel gestrichen haben, hat nun auch ein dritter Anwalt die Bitte um seine Entlassung eingereicht.

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Jose Baez gibt auf: Der Anwalt des in Ungnade gefallenen Filmemachers Harvey Weinstein will sein Mandat niederlegen. Wie die "New York Post" berichtet, hat der Jurist in einem Brief an den Obersten Gerichtshof von Manhattan um die Entlassung aus dem Fall gebeten.

Sechs Monate war Jose Baez im Fall Weinstein, in dem es um den Vorwurf der Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen geht, im Einsatz. Als Grund für sein Entlassungsgesuch gibt Baez "grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten" mit Weinstein an. Der Umgang sei sogar so schlecht, dass sie seit einem Monat nur noch über externe Anwälte kommunizieren würden, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Zudem soll es zu finanziellen Unstimmigkeiten gekommen sein. Der gefallene Hollywood-Mogul hätte die getroffene "Gebührenvereinbarung absichtlich missachtet". Baez schreibt weiter, dass sein Rückzug auch in Weinsteins "bestem Interesse" wäre.

Ronald Sullivan (links) und Jose Baez bei einem Pressetermin vor Gericht

Harvey Weinstein: Filmproduzent setzt auf ganze Gruppe von Anwälten

Weinsteins erster Anwalt, Ben Brafman, verabschiedete sich im Januar dieses Jahres von dem Fall. Der Filmproduzent setzte lieber auf eine ganze Gruppe von Anwälten und engagierte daraufhin Baez, Pam Mackey und Ron Sullivan. Letzterer verließ das Team im Mai. Angeblich wurde ihm der öffentliche Druck zu groß.

Ob Weinstein bereits einen Ersatz für ihn hat, weiß Baez laut eigenen Angaben nicht. Angeblich hätte er ihm aber "ausreichend Zeit" für die Suche gegeben.

Der Strafprozess gegen den 67-Jährigen soll im September beginnen und rund fünf Wochen dauern. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.(jom)  © spot on news

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