Silvia Seidel wurde 1987 mit ihrer Tanzrolle in der TV-Serie "Anna" berühmt. Im Spätsommer 2012 nahm sich die Schauspielerin das Leben. Knapp ein Jahr nach ihrem Selbstmord verrät ihr Schauspielkollege Patrick Bach nun in einem Interview, dass eine Fortsetzung des Melodrams in Vorbereitung war.

"Wir haben Probeszenen für eine Sat.1-Serie gedreht", sagt Patrick Bach in einem Interview der "B.Z.". Doch zu einer Neuauflage der Erfolgsserie "Anna" kam es nicht. Nur drei Wochen nach den Probeaufzeichnungen nahm sich Silvia Seidel das Leben. Der 45-jährige Bach ist sich sicher: "Wäre sie nicht gestorben, hätten wir jetzt vielleicht unser Comeback im Fernsehen."

Unter dem Arbeitstitel "Anna und Rainer dreißig Jahre später", sollte das TV-Paar der 1980er Jahre wieder vereint vor der Kamera stehen. Laut Drehbuch wären die beiden miteinander verheiratet gewesen und hätten zwei Kinder. "Sie wäre jetzt Yoga-Lehrerin und ich Polizist." Doch die Pläne wurden auf Eis gelegt. Im August 2012 schließlich beging die Münchnerin Selbstmord.

Silvia Seidel wurde Kinderstar-Image nicht los

Silvia Seidels Karriere begann mit einem Riesen-Erfolg: Mit 17 Jahren begeisterte sie an der Seite von Patrick Bach als Ballett-Schülerin. Doch die Verkörperung der Anna in der gleichnamigen ZDF-Serie hat sie offenbar in ein Rollen-Korsett gezwängt, aus dem sie nicht mehr herauskam. Die Schauspielerin litt an Depressionen. In der Film- und Fernsehwelt konnte sie nicht mehr Fuß fassen und der erhoffte Imagewechsel blieb aus.

"Silvia wollte ihr Kinderstar-Image nicht mehr. Vielleicht war das ein Fehler, man muss immer da weitermachen, wo man steht", sagt Patrick Bach. Im Gegensatz zu seiner Serienpartnerin hat er sich mit der Rolle des ewigen Kinderstars arrangiert: "Es war ein guter Einstieg, sonst wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin."

Ab 24. Oktober steht der Hamburger wieder vor der Kamera. Er spielt in der ARD-Telenovela "Rote Rosen" einen Bösewicht. An seine "Anna" erinnert er sich heute noch: "Ich hoffe, Silvia hat ihren Frieden gefunden. Den hat sie verdient."