"Billionaire Boys Club" ist der neue Film von Kevin Spacey - der erste, seitdem die Missbrauchsvorwürfe gegen den Hollywood-Schauspieler bekannt geworden sind. Der Film ist in den USA angelaufen. Doch sehen wollte ihn fast niemand.

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Die Geschichte von "Billionaire Boys Club" verspricht eigentlich gute Unterhaltung. Doch weil Kevin Spacey mitspielt, scheint der Film beim Publikum direkt durchzufallen. Das spiegelt sich in den Einspielergebnissen wieder: Gerade einmal 126 US-Dollar, umgerechnet 110 Euro, brachte der Thriller laut "Hollywood Reporter" am Starttag ein. Richtig gelesen: 126 US-Dollar. Ein Ergebnis, das es bei vorherigen Streifen von Kevin Spacey nicht gab.

Der tiefe Fall von Kevin Spacey

"Billionaire Boys Club" war gedreht worden, bevor die ersten Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den Darsteller laut geworden waren. Im vergangenen Herbst behaupteten gleich mehrere Männer, von dem Hollywoodstar belästigt worden zu sein. Kevin Spacey zog sich daraufhin aus der Öffentlichkeit zurück.

Aus dem Ridley-Scott-Film "Alles Geld der Welt" wurde Kevin Spacey kurzerhand herausgeschnitten und durch Schauspielkollege Christopher Plummer ersetzt. Die Vorwürfe hatten auch Folgen, was die Netflix-Serie "House of Cards" betraf. Der Streamingdienst kündigte unmittelbar danach an, fortan auf den Hauptdarsteller zu verzichten.

Dramatischer Filmstart

Doch trotz der laufenden Ermittlungen gegen Kevin Spacey entschied sich die Produktionsfirma Vertical Entertainment dazu, den Film "Billionaires Boys Club" sowohl im Kino als auch auf einigen Streamingplattformen zu zeigen. Besonders zuversichtlich schien man dabei allerdings nicht gewesen zu sein. "Billionaire Boys Club" ging lediglich in acht US-Kinos an den Start.

Der Film spielt in den 1980er-Jahren und handelt von jungen Männern in Los Angeles, die durch Betrügereien Geld machen wollen. Neben Kevin Spacey sind auch Emma Roberts, Ansel Elgort und Taron Egerton dabei mit.  © 1&1 Mail & Media / CF