Von Micaela Schäfer gibt es vermutlich weitaus mehr Bilder ohne als mit Textilien. Dass dem Reality-TV-Starlet kaum etwas peinlich ist, wissen wir spätestens seit ihrer Teilnahme am Dschungelcamp 2012. Ihre neuste Fotostrecke ist dennoch ziemlich befremdlich.

Micaela Schäfer unbekleidet in einem Erotikkalender ist an sich keine große Neuigkeit. So kennt man sie. Doch ihr jüngstes Fotoshooting wirft einige Fragen auf:

  • Was soll der afrikanische Assagai-Speer? Soll sie etwa eine Zulu-Kriegerin darstellen?
  • Warum posiert Micaela ausgerechnet gemeinsam mit ihrer Oma Christel? Richtig, die Frau neben ihr ist ihre Großmutter. Immerhin bekleidet.
  • Wieso betrachtet Oma Christl ihre Enkelin durch ein Fernglas, wenn sie doch genau neben ihr steht?
  • Was hat das alles in einem Erotikkalender zu suchen?

Echter Pelz an Kleidungsstücken muss laut einer EU-Verordnung eigentlich gekennzeichnet sein.

Die auf dem Foto dargestellte Szene erinnert stark an sogenannte Völkerschauen, bei denen bis in die 1940er-Jahre Angehörige fremder Kulturen "ausgestellt" gestellt wurden.

Sich dunkel zu schminken, um einen Schwarzen darzustellen, wird als "Blackfacing" bezeichnet. Diese Praxis ist extrem umstritten. Im 19. Jahrhundert wurden auf diese Weise rassistische Stereotypen von Schwarzen zum Gegenstand von Unterhaltungsshows gemacht. Was um alles in der Welt hat sich Micaela also nur dabei gedacht?

Ein Blick auf ihre Homepage bringt Licht ins Dunkel. Ihr neuer Kalender trägt den Titel "Länder der Welt" und umfasst laut Produktbeschreibung "14 grandiose Motive".

Das betreffende Bild gehört zum Abschnitt Namibia und zeigt Micaela der Beschreibung nach "als sexy Wüstengirl wie die Natur sie schuf - neugierig betrachtet von den voyeuristischen Blicken einer Touristin (Oma Christl, angezogen)."

Und "Oma-Gate" ist nicht der einzige fragwürdige Schnappschuss, den der Kalender enthält. Das Bild aus Russland etwa trägt die Beschreibung: "Micaela völlig hüllenlos in Pelz und Schmuck. Ein echter Hase bedeckt das Nötigste."

Blackfacing wurde von einer Jury unter der Leitung des Sprachwissenschaftlers Anatol Stefanowitsch von der Freien Universität Berlin zum Anglizismus des Jahres gewählt, da es für diese Erscheinung keinen passenden deutschen Begriff gibt.