Zehn Jahre lang begleitete Nina Ruge die Zuschauer der ZDF-Sendung "Leute heute" mit ihrem Schlusssatz "Alles wird gut". Die Moderatorin lebt noch immer nach diesem Motto.

Alles wird gut. Mit diesem Satz verabschiedete sich Nina Ruge (61) als Moderatorin des ZDF-Boulevardmagazins "Leute heute" erstmals 1997 von den Zuschauern – und schuf gleichzeitig ihr Markenzeichen.

"Tagesschau"-Moderator Schröder kann nicht nur News, wie er beweist.


Nach 2.500 Sendungen in zehn Jahren mit Interviewpartnern wie Sting, Sophia Loren, Prinz Albert von Monaco oder Luciano Pavarotti, entschied sie sich, der täglichen Live-Sendung Adieu zu sagen und übernahm neue Sendungen in der ARD, im Bayerischen Fernsehen und auf phoenix.

Das Doppelleben der Nina Ruge

Statt mit Stars und Sternchen spricht sie heute bei Kongressen über Maschinenbau, Energieeffizienz, Elektromobilität und engagiert sich für karitative Zwecke.

Nach eigener Aussage lebt Nina Ruge daher nach wie vor ein Doppelleben und ist dankbar. "Zum einen moderiere ich viele Podiumsdiskussionen. Zum anderen schreibe ich Bücher über das Entwickeln eines 'neuen Bewusstseins', halte Vorträge dazu und habe gerade ein Online-Coaching veröffentlicht."

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Weiter sagt sie: "Dass der Körper bereits mit 30 Jahren den Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit überschritten hat, spürt jeder irgendwann."

Sehnsucht nach Rückzug

Einen Ausgleich sieht Nina Ruge in ihrem Weingut in der Toskana, das sie zusammen mit ihrem Mann die Sommermonate über bewirtschaftet - und auf dem Hunde, Katzen, Hühner und Gänse leben.

"Ich hatte schon immer eine große Sehnsucht nach Rückzug. Die Kraft der Natur, die Aufgaben der Wein- und Olivenöl-Produktion und das Einfach-mal-weg-Sein entsprechen mir sehr."

So abwechslungsreich wird das Programm im Herbst.


Und Ruge weiter: "Durch ein sehr bewusstes Leben im Jetzt lässt sich der Alterungsprozess meiner Meinung nach verlangsamen. Natürlich neben Sport, Gewichtsmanagement und gesunder Ernährung."

Das Leben ist ein permanentes Trainingscamp

"Hinter sich lassen, was keine Herausforderung mehr darstellt", so beschreibt Nina Ruge ihre Haltung zu Beruf und Leben. Und Neues müsse zur Lebenserfahrung und Lebensphase passen.

"Ich sehe mein Leben als permanentes Trainingscamp – immer wieder neue Herausforderungen, mal angenehme, mal weniger angenehme – die alle dazu da sind, dass ich mich immer weiter verändere und wachse."

Aufstehen und seinem Herzen folgen also. Doch gerade das Tempo der Veränderungen mache vielen Angst. Nina Ruge hält es hier wie Picasso, der einen großen Satz zum Thema Zukunftsangst prägte: "Sich in der Unsicherheit geborgen fühlen."

Für Nina Ruge heißt das: "Akzeptieren, dass Unsicherheit im Außen zu unserem Leben gehören wird. Deshalb die Sicherheit im Inneren suchen, sinnvoll leben, wertorientiert und empathisch. Dann wird alles gut."

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