Einem Kameramann unterlief am Sonntag bei Anne Will ein Fauxpas, denn während die Moderatorin mit ihren Gästen über Sexismus diskutierte, filmte er die Beine von Verona Pooth in einer langsamen Kamerafahrt. Nachdem sich die Zuschauer aufregen, verteidigt Pooth nun den Mann.

Nicht nur in Hollywood werden immer mehr Fälle von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz aufgedeckt. Verona Pooth sprach bei Anne Will über ihre Erfahrungen und gab zu Protokoll: "Ich hatte nie eine Nötigung, die mir seelischen Schaden zugefügt hat."

Und weiter: "Das gibt es in jedem Beruf. Man will erfolgreich sein. Wenn ich die große Klappe aufmache, bin ich vielleicht eine starke Frau, aber ich bin meinen Job los." Außerdem gibt sie zu bedenken: "Es besteht auch die Gefahr, jemand zu vernichten, mit einer Behauptung, die nicht stimmt."

Bei so einem brisanten Thema Pooths lange Beine in den Fokus zu stellen, war ein unglücklicher Fehler, wofür sich die ARD entschuldigte.

Offizielle Entschuldigung nach Twitter-Kritik

Nachdem sich viele Zuschauer auf dem Kurznachrichtendienst über die gezeigten Bilder aufgeregt hatten, war Folgendes auf dem Twitter-Account von Anne Will zu lesen: "Der Kameraschwenk über Schuhe und Beine von Verona Pooth in unserer gestrigen Sendung ging gar nicht! Das widerspricht unseren redaktionellen und bildlichen Grundsätzen.

Der Regisseur bedauert den Fehler. Im Übrigen hat Verona Pooth unsere Entschuldigung entspannt aufgenommen."

Verona Pooth verteidigt Kameramann

Auch die Betroffene selbst hat sich mittlerweile zum Bein-Eklat geäußert. Im Gespräch mit der "Bild" teilt sie ihre Meinung zu den aufgeregten Stimmen mit und überrascht: "Genau DAS ist es, was ich ansprechen wollte. Der arme Kameramann – warum soll er denn nicht diesen Schwenk machen? DAS ist sicher nicht sexistisch." Mit dieser Meinung steht Verona Pooth aber offenbar alleine da.


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