Nach Sophia Thomalla hat sich auch der deutsche Schauspieler Sven Martinek in die #metoo-Diskussion um sexuelle Belästigung eingeschaltet. Während sich die einen besorgt über die Vorfälle in der Medienbranche äußern, haben einige Stars inzwischen genug von dem Thema. Auch Martinek sieht die Debatte kritisch und ist genervt.

Der Redaktion von "Promiflash" soll Sven Martinek gesagt haben: "Ich finde es unsäglich, wenn Leute nach 20 Jahren aus der Kiste kommen und sagen: 'Oh, der hat mich mal komisch angemacht'. Ich finde das albern und ich finde, das ist eine sehr, sehr zwiespältige Sache, die da gerade stattfindet und es wird wahnsinnig hochgebauscht."

Martinek ist 53 Jahre alt und wurde durch seine Rollen in TV-Filmen und -Serien wie "Der Clown" und "Großstadtrevier" bekannt.

Zuvor hatte sich bereits seine Kollegin Sophia Thomalla kritisch zu der durch den Produzentenmogul Harvey Weinstein ausgelösten Diskussion geäußert: "Ich finde, dass die Kampagne eine Beleidigung für die wahren Vergewaltigungsopfer ist", sagte sie in der Talkshow "Maischberger".

Martinek findet heftige Reaktionen "zum Kotzen"

Sven Martinek stört sich demnach vor allem an der zeitlichen Verzögerung, mit der die Aussagen ans Licht kommen, sowie die immensen Folgen für die Karrieren der Beschuldigten.

Gerade der Fall um Schauspieler Kevin Spacey regt ihn auf: "Das muss man sich mal vorstellen, da wird so eine Karriere, ein Mensch, einfach weggelöscht. Diese unfassbare Übermoral, die finde ich, gelinde gesagt, zum Kotzen", so Martinek zu "Promiflash".

Auch der Hollywood-Darsteller Matt Damon ("Der Marsianer") hatte sich differenziert zur #metoo-Debatte geäußert und so heftige Reaktionen ausgelöst.

Damon sagte zu "ABC News": "Es gibt einen Unterschied zwischen einem Klapps auf den Hintern und Vergewaltigung oder Kindesmissbrauch, oder? Beides ist unrecht und muss Konsequenzen haben, aber doch nicht in einen Topf geworfen werden." (cf / jwo)  © 1&1 Mail & Media / CF

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