Deswegen lohnt sich ein VPN
Darauf sollten Sie achten ...
✓ So funktioniert eine VPN-Verbindung
✓ Wann sich ein VPN-Service lohnt
✓ VPN oder Inkognito-Modus: Wo liegt der Unterschied?
✓ Was ein VPN nicht verhindert
✓ Kostenloses VPN oder bezahlter VPN-Anbieter?
Ob im Hotel-WLAN, im Homeoffice oder beim Streamen im Urlaub: Eine VPN-Verbindung begegnet vielen Menschen inzwischen im Alltag. Sie verschlüsselt Ihren Datenverkehr und leitet ihn über einen fremden Server um. Das schützt Ihre Privatsphäre, macht Sie im Netz aber nicht unsichtbar.
VPN: Was ist das eigentlich?
VPN steht für Virtual Private Network, auf Deutsch virtuelles privates Netzwerk. Das Prinzip lässt sich gut mit der Post vergleichen: Ohne VPN verschicken Sie Ihre Daten wie eine Postkarte: Wer sie unterwegs in die Hand bekommt, kann mitlesen. Mit einem VPN stecken Sie dieselbe Nachricht in einen verschlossenen Umschlag und schicken ihn zuerst an eine Zwischenstation. Erst von dort geht er an den eigentlichen Empfänger weiter. Dieser sieht nur die Absenderadresse der Zwischenstation, also die IP-Adresse des VPN-Servers, nicht Ihre eigene.
So funktioniert eine VPN-Verbindung
Im Alltag läuft eine VPN-Verbindung in drei Schritten ab:
- Verbinden: Sie öffnen die App Ihres VPN-Dienstes und tippen auf "Verbinden". Den Serverstandort wählt die App automatisch, Sie können ihn aber auch selbst festlegen.
- Verschlüsseln: Alle Daten, die Ihr Gerät verlassen, werden verschlüsselt und an diesen Server geschickt.
- Weiterleiten: Der VPN-Server leitet Ihre Anfrage an die gewünschte Webseite weiter. Die Antwort nimmt denselben Weg zurück.
Für Außenstehende ist nur noch erkennbar, dass Sie mit einem VPN-Server verbunden sind. Welche Seiten Sie aufrufen, bleibt verborgen. Auf dem Smartphone zeigt ein kleines VPN-Symbol in der Statusleiste an, dass die Verbindung aktiv ist.
Wann sich ein VPN-Service lohnt
Öffentliches WLAN: Im Hotel, am Bahnhof oder im Café teilen Sie sich das Netz mit Fremden. Ein VPN verhindert, dass jemand Ihren Datenverkehr mitschneidet. Worauf Sie an WLAN-Hotspots außerdem achten sollten, lesen Sie in unserem Artikel.
Homeoffice: Viele Unternehmen nutzen VPN, damit Mitarbeitende von zu Hause aus sicher auf das Firmennetz zugreifen können. Den Zugang stellt in der Regel der Arbeitgeber bereit.
Auf Reisen: Manche Mediatheken zeigen Inhalte nur in Deutschland an. Über einen deutschen VPN-Server wirkt es so, als wären Sie zu Hause. Beachten Sie dabei die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Dienstes.
Mehr Privatsphäre: Ohne VPN sieht Ihr Internetanbieter, welche Webseiten Sie besuchen. Mit VPN verlagert sich diese Sichtbarkeit auf den VPN-Anbieter.
VPN oder Inkognito-Modus: Wo liegt der Unterschied?
Beide Funktionen sollen für mehr Privatsphäre sorgen, schützen aber an ganz unterschiedlichen Stellen. Der Inkognito-Modus Ihres Browsers sorgt nur dafür, dass Verlauf und Cookies nach dem Schließen des Fensters auf Ihrem Gerät gelöscht werden.
Ihr Internetanbieter und die besuchten Webseiten sehen trotzdem, was Sie tun. Ein VPN setzt dagegen an der Verbindung selbst an und verschlüsselt sie. Wer beides kombiniert, hinterlässt weder auf dem eigenen Gerät noch unterwegs im Netz unnötige Spuren.
Was ein VPN nicht verhindert
Sobald Sie sich bei Google, Amazon oder in sozialen Netzwerken anmelden, weiß der jeweilige Dienst genau, wer Sie sind. Auch Cookies und Werbe-Tracker funktionieren mit VPN weiterhin. Vor Schadsoftware in Downloads, Phishing-Mails oder gefährlichen Webseiten schützt die Verschlüsselung ebenfalls nicht.
Kostenloses VPN oder bezahlter VPN-Anbieter?
Ein kostenloses VPN klingt verlockend. Der Betrieb von Servern kostet aber Geld, und viele Gratis-VPNs finanzieren sich über Werbung oder sogar die Auswertung von Nutzerdaten. Damit untergraben sie genau das, wofür Sie ein VPN eigentlich einsetzen. Hinzu kommen oft ein begrenztes Datenvolumen, wenige Serverstandorte und langsamere Verbindungen. Besonders vorsichtig sollten Sie bei Angeboten sein, die ein VPN kostenlos ohne Anmeldung und ohne erkennbaren Betreiber versprechen.
Seriöse kostenpflichtige Dienste kosten meist wenige Euro im Monat. Achten Sie bei der Auswahl auf diese Punkte:
- Firmensitz und Datenschutzerklärung sind klar erkennbar.
- Der Anbieter speichert keine Nutzungsdaten und lässt das idealerweise von unabhängigen Prüfern bestätigen.
- Apps gibt es für alle Ihre Geräte, also Smartphone, Tablet und Computer.
- Eine Testphase oder Geld-zurück-Garantie ermöglicht einen risikofreien Test.
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