So schützt Sie Ihr WEB.DE Postfach vor Phishing

In diesem Blog-Artikel ...
✓ Wie funktioniert der WEB.DE Spamfilter?
✓ Welche Kriterien prüft der Spamfilter?
✓ Ich möchte weniger Phishing-Mails erhalten. Was kann ich selbst tun?
Wie viel Prozent aller Cyberangriffe beginnen mit Phishing?
Die Zahlen rund um Phishing wirken fast unglaublich: Fast jede zweite weltweit versendete E-Mail ist Spam, und rund jede dritte dieser Nachrichten enthält einen Phishing-Link. Damit ist statistisch gesehen jede sechste E-Mail ein Phishing-Versuch.
Umso wichtiger ist es, sich dieser Gefahr bewusst zu sein. In unserem Einführungsartikel zum Thema Phishing zeigen wir Ihnen alles, was Sie wissen sollten, und erklären, wie Sie gefälschte Links erkennen können.
In diesem Artikel geht es nun darum, wie WEB.DE Sie dabei unterstützt, dass solche Fake-Mails gar nicht erst in Ihrem Posteingang landen.
Wie funktioniert der WEB.DE Spamfilter?
Grundsätzlich unterliegen alle E-Mail-Anbieter in Deutschland der "Zustellpflicht". Das heißt, dass alle E-Mails dem Empfänger zugestellt werden müssen, sofern sie keine Schadsoftware wie einen Trojaner enthalten. Daher müssen auch Spam-Nachrichten, die die Nutzer als nervig empfinden, übermittelt werden.
Aus diesem Grund verfügt Ihr Postfach über einen Spam-Ordner. Dort werden E-Mails einsortiert, die zwar zugestellt werden müssen, aber nur potentiell gefährliche Inhalte oder verdächtige Links enthalten. Wenn Sie sich näher dafür interessieren, empfehlen wir Ihnen unser Interview mit der Sicherheitsexpertin Viviana Cotirlea.
Welche Kriterien prüft der Spamfilter?
Damit der Spam-Ordner zuverlässig arbeitet, analysiert er eingehende E-Mails nach verschiedenen Merkmalen:
- Um Gefahren wie Spoofing zu erkennen, bei dem Betrüger echte Absenderadressen imitieren, prüft der Filter Abweichungen von bekannten Sendern.
- Enthält eine Nachricht Links, werden diese URLs genau untersucht und mit externen Sperrlisten abgeglichen.
- Zusätzlich werden weitere Merkmale im sogenannten Display-Teil der E-Mail analysiert. Erkennt das System Unregelmäßigkeiten, wird die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner verschoben.
Dank dieser Maßnahmen konnten allein in der letzten Woche rund 13 Millionen Nachrichten abgefangen werden. Das entspricht fast 80.000 E-Mails pro Stunde!
Auch in einem Beispiel aus unserem Überblick zu aktuellen und gängigen Phishing-Methoden wird das deutlich: Denn alle drei gezeigten E-Mails wurden von unserem Spamfilter erkannt und automatisch in den Spam-Ordner einsortiert:
Um den Spamfilter kontinuierlich zu verbessern, investiert WEB.DE zunehmend in den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Dadurch konnten die Schutzmechanismen in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt werden.
Verlassen Sie sich daher nicht ausschließlich auf den Schutz Ihres Postfachs, sondern bleiben Sie bei jeder eingehenden Nachricht aufmerksam und prüfen Sie typische Phishing-Merkmale sorgfältig.
Ich möchte weniger Phishing-Mails erhalten. Was kann ich selbst tun?
Handeln Sie datensparsam. Das bedeutet: Geben Sie Ihre private E-Mail-Adresse nur bei vertrauenswürdigen Online-Diensten an. In diesem Sinne kann es sinnvoll sein, eine zweite E-Mail-Adresse zu nutzen, um Ihren Hauptaccount von Spam zu entlasten.
Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Gerät regelmäßig mit den neuesten Sicherheitsupdates versorgt wird. Denn nur so bleibt der Schutz auf dem aktuellen Stand. Auch eine zuverlässige Firewall sowie ein Antivirenprogramm sind wichtige Grundlagen für Ihre Sicherheit im Internet.
Und falls Sie doch einmal eine verdächtige Nachricht geöffnet haben, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel, welche Schritte jetzt wichtig sind, um mögliche Schäden zu begrenzen.
Dieser Artikel erschien erstmalig am 09.10.2023 und wurde am 13.04.2026 überarbeitet.
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