Jörg Hausmann

Redakteur Sport

Schreiben ist meine Leidenschaft - und der Sport. Im Journalismus beides miteinander zu verbinden, war ein Kindheitstraum von mir. Meinen Weg ins Medium habe ich klassisch über ein lokales Blatt, die "Gelnhäuser Neue Zeitung", 1991 als Freier begonnen. 1999 bin ich - im damals werdenden - Online-Journalimus gelandet. Bei Eurosport war ich der erste deutsche Online-Redakteur und Ressortleiter Fußball. 2006 habe ich in Augsburg mein Magister-Studium der Politologie beendet. Parallel verdiente ich mir meinen Lebensunterhalt bei t-online.de. Dort durfte ich sechs Jahre lang kommentieren, wenn die Gebrüder Klitschko um WM-Gürtel boxten. Zudem moderierte ich das "Sportkolleg". 2012 landete ich als Sport-Redakteur bei MSN. Abstecher machte ich zudem zu Sky und kabel eins Doku. Seit 2. November 2018 stecke ich mein Knowhow und meine Erfahrung in die Berichterstattung auf WEB.DE, GMX und 1&1. Neben dem Fußball gehört meine Leidenschaft vor allem dem Wintersport, dem Motorsport, Olympia und Tennis.

Artikel von Jörg Hausmann

Trainer-Legende Werner Lorant hat zu seinem 70. Geburtstag erstmal seine Mama besucht. Die ist stolze 99 Jahre alt und lebt noch immer in Lorants Heimat in Nordrhein-Westfalen. Derweil erhielt der Jubilar einen überraschenden Glückwunsch.

Der Begriff des Unikums wirkt wie für Reiner Calmund geschaffen. Der langjährige Manager von Bayer 04 Leverkusen ist auch als 70-Jähriger aktiv und präsent wie eh und je. Der TV-Profi aus dem Rheinland genießt jedoch Saarlouis als selbstgewählten Rückzugsort. Dort erkenne ihn nicht jeder.

Fast drei Jahrzehnte lang war er Bayer Leverkusen, Macher und Gesicht des Vereins: Reiner Calmund. 2004 endete Callis Bundesliga-Karriere. Zu seinem 70. Geburtstag wünscht sich der so genannte XXL-Manager Nachspielzeit vom lieben Gott.

Der FC Bayern München steht vor einem Berg von Problemen. Sie sind zum Teil Ursache, zum Teil Folge der enttäuschenden Zwischenbilanz in der Bundesliga. Der Meister ist nach elf Spieltagen nur Fünfter.

Der Umbruch beim FC Bayern München wird sich nicht nur auf den Kader der Profi-Mannschaft beschränken. Präsident Uli Hoeneß regelt seine Nachfolge. Sein Favorit ist eine Vereinslegende.

Der neue Hoffnungsträger des FC Bayern München ist erst 18 Jahre alt und kommt aus Kanada: Alphonso Davies gilt als Wunderkind des nordamerikanischen Fußballs. Sein Entdecker vergleicht den Stürmer vollmundig mit Weltmeister Kylian Mbappé.

Eine schlechtere Bilanz als im Länderspieljahr 2018 hatte noch keine deutsche Fußball-Nationalmannschaft zuvor vorzuweisen. Auf das Vorrunden-Aus bei der WM folgte der Abstieg innerhalb der Nations League. Der Bundestrainer aber heißt noch immer Joachim Löw.

Als 14. Spieler in der Geschichte der deutschen A-Nationalmannschaft hat Thomas Müller seinen 100. Einsatz absolviert. In der Nations League ließ Bundestrainer Joachim Löw den 29-Jährigen gegen die Niederlande ab der 67. Minute ran. Müllers Debüt liegt mehr als acht Jahre zurück. Der Gegner hieß Argentinien. Ein Rückblick auf unvergessene Momente im Trikot mit dem Bundesadler.

Über 30 Jahre Erfolgsgeschichte: Die Lindenstraße findet ein Ende. Hier die wichtigsten Hauptcharaktere.

Leverkusens Talent Kai Havertz steht beim 3:0 gegen Russland erstmals in der Startelf der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und begeistert mit seiner Übersicht, seiner Ruhe und seinen Vorlagen.

2018 war das schlechteste Jahr der deutschen Nationalmannschaft unter Bundestrainer Joachim Löw. In der Nations League setzte sich die Misere von der WM in Russland fort. Nur noch ein Spieler ist Weltklasse.

Einst hat er gelernt, Dächer zu decken. Beim DFB legte Horst Hrubesch in seinem Leben als Trainer ganz viele Fundamente. Zuletzt bei den Frauen. Mit 67 ist für das frühere Kopfballungeheuer Schluss mit Fußball.

Der FC Bayern München muss die Weichen in die Zukunft stellen und sich von alternden Stars trennen. Präsident Uli Hoeneß hat den Umbruch für den Sommer 2019 angekündigt.

Nach elf Bundesligaspielen ist Meister FC Bayern München nur Fünfter der Tabelle. Die Konkurrenten haben mehr richtig gemacht als der Rekordmeister.

Der "Anti-Klopp" hat in Dortmund bravourös eingeschlagen und die Erwartungen mit einem starken Saisonstart übertroffen. Viele bezweifelten, dass Lucien Favre beim BVB funktionieren würde. Er tut es. Nachhaltiger als sein Trainer-Kollege Niko Kovac in München.

Ohne ersichtlichen Grund springt er plötzlich auf und jubelt sich schier die Seele aus dem Leib: Ein Fußballfan aus Tschechien ist das Unterhaltsamste, was die Münchner Allianz Arena während des Heimsiegs des FC Bayern über AEK Athen zu bieten hat.

Reicht es für den FC Bayern München auch in der Champions League gegen den AEK Athen nicht zum erwarteten Sieg, dann könnte der wackelnde Trainerstuhl unter Kovac tatsächlich kippen. Diesen Eindruck kontert Kovac allerdings.

Giovanni Trapattoni hatte irgendwann die Nase voll und knöpfte sich zwei seiner Bayern-Stars vor. Heraus kam eine legendäre Brandrede. Das war 1998. 20 Jahre später könnte auch der angeschlagene Niko Kovac mal eine halten. Um sich zu befreien. Um reinen Tisch zu machen. Doch Kovac bleibt sich treu und ruhig. Sein Ausbruch bleibt im Ansatz stecken.

Die Krise ist zurück, oder war sie nie beseitigt? Mit ihrem 1:1 gegen den SC Freiburg geben die Spieler des FC Bayern München Niko Kovac neuerlich zum Abschuss frei. Sitzt der neue Trainer des Rekordmeisters im Gipfel gegen Dortmund noch auf der Bank?