Alle zwölf Jungen und ihr Trainer konnten aus der überfluteten Höhle in Thailand gerettet werden. Auch alle Retter haben es heil zurückgeschafft. So lief Tag drei der Rettungsmission.

  • Taucher haben alle zwölf Jungen und ihren Trainer sicher aus der Höhle gerettet
  • Auch die vier Retter sind gesund zurück an der Oberfläche
  • Den Jungen, die am Sonntag und Montag gerettet wurden, geht es gut

17:01 Uhr: Auch die fehlenden Taucher sind lebend raus

Aufatmen in Thailand: Auch die vier Taucher, die noch in der Höhle ausgeharrt hatten, sind gesund zurück an der Oberfläche. Das teilen die Thai Navy Seals via Facebook mit.

16:49 Uhr: FIFA spricht neue Einladung aus

Die FIFA will die geretteten zwölf thailändischen Jugendfußballer und ihren Trainer zu einer späteren Veranstaltung des Fußball-Weltverbands einladen.

Eigentlich hätten sie das WM-Finale am Sonntag in Moskau live miterleben sollen. Nach Angaben des thailändischen Verbands können sie die Reise aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht antreten.

16:35 Uhr: Auf alle Geretteten wartet eine Woche im Krankenhaus

Alle Geretteten müssen noch mindestens eine Woche im Krankenhaus bleiben. Es geht ihnen aber verhältnismäßig gut.

16:10 Uhr: Alle Geretteten im Krankenhaus

Mittlerweile sind alle bisher geretteten im Krankenhaus in Chiang Rai eingetroffen. Das meldet n-tv.

16:05 Uhr: Schwere Folgen - nicht nur für die Jungs

Nicht nur für die eingeschlossenen Jungen und ihren Trainer wird die Aufarbeitung des Höhlendramas einige Zeit in Anspruch nehmen: Die Helfer hatten tagelang Wasser aus der Höhle gepumpt und mit Erlaubnis der Bauern auf die umliegenden Felder geleitet.

Damit wurde allerdings auch deren Ernte zur Gänze zerstört.

15:58 Uhr: 17 Tage Dunkelheit, 1.000 Meter Tiefe

Diese Zahlen sprechen Bände:

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Das Höhlendrama in Thailand in Zahlen

Die Rettung der in einer thailändischen Höhle gefangenen Fußballer hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Zehn Zahlen zum Drama. (ank/dpa)

15:34 Uhr: Freude auch in Deutschland

"Was für eine wunderbare Nachricht aus #Thailand! So vieles zu bewundern: der Durchhaltewille der tapferen Jungs und ihres Trainers, das Können und die Entschlossenheit der Retter", schreibt Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter.

Außenminister Heiko Maas twittert: "Wie so viele Menschen auf der Welt haben wir mitgefiebert. Jetzt ist die Erleichterung riesig."

15:22 Uhr: Thai Navy Seals bitten um Unterstützung

Noch immer befinden sich vier Helfer - ein Arzt und drei Taucher - in der Höhle. Auf Facebook bitten die Thai Navy Seals darum, für sie zu beten.

In dem Posting heißt es: "Wir warten auf vier weitere Thai Navy Seals, die die Kinder begleitet haben. Bitte schickt ihnen eure Unterstützung."

15:13 Uhr: Drei Jungen im Krankenhaus eingetroffen

Laut CNN sind der neunte, zehnte und elfte gerettete Junge mittlerweile im Krankenhaus in Chiang Rai eingetroffen. Sie müssen ebenso wie ihre Kollegen noch eine Weile in Quarantäne bleiben. Die Infektionsgefahr ist zu hoch.

15:06 Uhr: Psychologische Nachsorge wird jetzt wichtig

Auch wenn sie jetzt in Sicherheit sind: Für die zwölf Jungen und ihren Trainer geht die Verarbeitung der dramatischen Zeit erst los.

18 Tage waren sie in der Höhle eingeschlossen, lange Zeit ohne Essen, ohne Getränke - und ohne zu wissen, ob man sie je finden würde.

Der Kinder- und Jugendpsychiater Georg Romer erklärt, wie die Jugendlichen diese Grenzerfahrung verarbeiten können.

Nichts zu essen, nichts zu trinken und die Todesangst war immer mit im Raum: Beim thailändischen Höhlendrama haben 14 Kinder eine extreme Grenzerfahrung erlebt. Einem Experten zufolge können sie diese Zeit unbeschadet überstehen, wenn nach der Rettung alles gut läuft.

14:52 Uhr: Donald Trump gratuliert den Rettern

US-Präsident Donald Trump gratuliert den thailändischen Navy Seals zum gelungenen Ausgang der Mission. Es sei ein "wunderschöner Moment".

14:39 Uhr: Jungen müssen vor Sonnenlicht geschützt werden

Zwei der Jungen haben minderschwere Lungen-Infekte. Nach den mehr als zwei Wochen in der Dunkelheit müssen alle zum Schutz vor dem Tageslicht Sonnenbrillen tragen.

14:21 Uhr: Rettung der Jungs grenzt an ein Wunder

Das glückliche Ende des Höhlendramas grenzt an ein Wunder. Auch Experten hielten es im Vorfeld kaum für möglich, dass das Team des Fußballvereins "Wildschweine" aus seinem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe sicher nach draußen gebracht werden kann.

Zur Erinnerung: Keines der Kinder hatte Erfahrung im Tauchen. Die Jungen mussten von den Profis ins Schlepptau genommen werden.

14:05 Uhr: Die Erleichterung vor Ort ist riesig

Als der Hubschrauber mit dem letzten Jungen und dem Trainer in Richtung Krankenhaus abhebt, klatschen und winken die Leute am Boden. Die Erleichterung über die gelungene Rettungsaktion ist riesig.

13:59 Uhr: Vier Menschen noch in der Höhle

Auch wenn das gesamte Fußballteam aus der Höhle gerettet werden konnte: Noch immer befinden sich drei Navy Seals und ein australischer Arzt in der Höhle.

Der Mediziner hatte seit ihrem Auffinden bei den Jungen ausgeharrt, um im Notfall Hilfe leisten zu können.

13:50 Uhr: Alle zwölf Jungen und ihr Trainer befreit

Auch der zwölfte Junge und der Trainer der Fußballmannschaft ist befreit! Das haben die Thai Navy Seals bei Facebook mitgeteilt.

"Zwölf Wildscheine und ein Trainer sind raus aus der Höhle. Alle in Sicherheit", heißt es in der Mitteilung.

13:47 Uhr: Ausländischer Journalist festgenommen

Thailändische Medien berichten, dass die Polizei einen ausländischen Journalisten festgenommen haben, der eine Drohne über das abgesperrte Gelände geflogen haben soll.

Die thailändischen Behörden hatten sich schon gestern darüber beschwert. Einige Medien sollen auch den Polizeifunk angezapft haben.

13:45 Uhr: Erneut Krankenwagen vom Gelände gefahren

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, seien drei Krankenwagen mit Blaulicht vom Gelände gefahren? Heißt das, dass auch der letzte Junge und sein Trainer gerettet wurden?

13:11 Uhr: Zuletzt geretteter Junge war wohl der Jüngste

Es häufen sich die Berichte, dass es sich bei dem zuletzt geretteten Jungen um den Jüngsten der Gruppe handelt. Chanin Wiboorungrueng ist gerade einmal elf Jahre alt.

12:49 Uhr: Jungen wurden nicht betäubt

Gestern hatte es Berichte gegeben, die geretteten Jungen seien bei ihrem Tauchgang mit einem Narkotikum betäubt worden. Das hat der thailändische Ministerpräsident nun dementiert. Die Jungen hätten lediglich ein leichtes Beruhigungsmittel bekommen, "damit sie nicht zu nervös sind und panisch werden", erklärte Prayut Chan-o-chau vor Journalisten.

12:40 Uhr: So läuft die Rettung ab

"AJ+" hat eine Grafik erstellt, die zeigt, wie die Rettung genau abläuft.

12:35 Uhr: Mannschaftskameraden bangen mit Kollegen

Nicht alle Mitglieder der Jugendfußballmannschaft "Wildschweine" wurden in der Höhle eingeschlossen: Einige hatten von ihren Eltern nicht die Erlaubnis bekommen, auf den Ausflug mitzukommen.

Channel 4 hat die Kinder getroffen, die um das Leben ihrer Kollegen bangen.

12:30 Uhr: Laut Reuters elfte Person gerettet

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf einen Augenzeugen, eine elfte Person sei geborgen.

Um wen es sich dabei handelt, ist aktuell unklar. Auch eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

12:22 Uhr: Sicherheitskräfte bestätigen Rettung des zehnten Jungen

Mittlerweile ist auch offiziell betätigt, dass heute zwei Jungen aus der Höhle geborgen worden sind.

Die beiden seien umgehend in ein Krankenhaus gebracht worden, teilten Sicherheitskräfte mit.

12:18 Uhr: Der Jüngste ist noch in der Höhle

Nicht nur die beiden verbliebenen Jugendfußballer und ihr Trainer, auch vier Retter müssen wieder aus der Höhle geholt werden.

Darunter ist ein Mediziner, der ausharrte, um im Notfall Erste Hilfe leisten zu können.

Unter den eingeschlossenen Kindern ist auch noch der jüngste Spieler der Mannschaft. Er ist erst elf.

12:07 Uhr: Helfer rechnen mit Abschluss der Mission am Dienstag

Wie der US-Sender CBS meldet, rechnet Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn, damit dass die Mission am Dienstag erfolgreich beendet werden kann.

Noch harren zwei Jungen und ihr Trainer in der Höhle aus. "Alle werden heute zur selben Zeit herausgebracht", sagte Osottanakorn vor Journalisten.

11:43 Uhr: Wohl auch zehnte Person gerettet

Nun soll auch eine zehnte Person aus der Höhle gerettet worden sein. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf einen Zeugen beruft. Dieser habe gesehen, wie die Menschen aus der Höhle getragen wurden.

Der "Guardian" und CNN haben die Rettung der zehnten Person bestätigt.

11:23 Uhr: Neunter Junge offenbar gerettet

Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass ein neunter Junge die Höhle verlassen hat. CNN beruft sich auf ein Mitglied des Rettungsteams.

Auch der "Guardian" und Reuters haben von ihren jeweiligen Quellen von der erfolgreichen Bergung erfahren.

10:59 Uhr: Krankenwagen soll Gebiet vor der Höhle verlassen haben

Die Nachrichtenagentur AP meldet soeben, dass ein Krankenwagen das Areal vor der Höhle verlassen haben soll. Weitere Informationen nennt AP allerdings nicht:

10:30 Uhr: Chronik der bisherigen Ereignisse

Vor mehr als zwei Wochen ist das junge Fußball-Team in einer Höhle in Thailand eingeschlossen worden. Wichtige Ereignisse in dem Fall:

23. Juni: Zwölf Jungen und ihr Betreuer steigen nach einer Trainingseinheit in die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non ein. Eine plötzliche Sturzflut schneidet ihnen den Rückweg ab.

2. Juli: Rettungstaucher entdecken die vermisste Gruppe. Sie hatte sich vor dem ansteigenden Wasser mehrere Kilometer tief in die Höhle zurückgezogen. Ein Video zeigt die Kinder im Schein von Taschenlampen.

5. Juli: Ein ehemaliger Taucher der thailändischen Marine kommt bei einem Rettungseinsatz in der Höhle wegen Sauerstoffmangels ums Leben.

8. Juli: Ein internationales Team von Spezialtauchern holt die ersten vier Jungen ans Tageslicht. Sie müssen durch teils extrem enge Gänge, vorbei an scharfkantigen Felsen und durch geflutete Passagen. Die Geretteten werden in ein Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai gebracht.

9. Juli: Vier weitere Jungen kommen frei.

09:40 Uhr: Jungen verpassen WM-Finale

Die aus einer Höhle geretteten Mitglieder des thailändischen Fußball-Teams können die Einladung zum WM-Finale in Moskau nicht annehmen.

Die behandelnden Ärzte kündigten am Dienstag an, dass die bislang acht geretteten Kinder noch mindestens eine Woche im Krankenhaus bleiben müssten. Damit haben die Spieler der Jugend-Mannschaft namens "Wildschweine" keine Chance, beim Finale der Weltmeisterschaft am Sonntag in Moskau dabei zu sein.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte die insgesamt zwölf Jungen und ihren Trainer vergangene Woche eingeladen, auf Kosten des Weltfußballverbands nach Russland zu kommen.

Die FIFA wäre "sehr froh, sie als Gäste beim WM-Endspiel in Moskau" begrüßen zu können, schrieb er. Die Jungen werden das Spiel nach Angaben der Ärzte aber im Krankenhaus auf dem Fernsehschirm verfolgen dürfen - wenn sie solange wachbleiben - Anpfiff ist thailändischer Zeit um 22:00 Uhr.

08:45 Uhr: Riesen-Kompliment für die geretteten Jungs

Ein Mitglied des internationalen Rettungsteams hat sich gegenüber der BBC geäußert und ist voll des Lobs für die geretteten Jungs:

"Sie wurden gezwungen etwas zu tun, das noch kein Kind jemals getan hat. Es ist nicht einmal annähernd normal für ein elfjähriges Kind durch eine Höhle zu tauchen", erklärte Ivan Karadzic. "Sie tauchen unter Bedingungen, die als extrem gefährlich gelten, mit null Sichtbarkeit, das einzige Licht kommt von den Taschenlampen, die man selbst mitbringt. Wir hatten natürlich große Angst davor, dass jemand in Panik geraten könnte, oder das Equipment versagt. Es ist unverständlich wie cool diese kleinen Kinder sind ... unglaublich starke Kinder."

08:30 Uhr: Insgesamt warten neun Menschen auf die Taucher

Tatsächlich sollen heute alle Menschen die überflutete Hölle verlassen können. Das beinhaltet nicht nur den Trainer und seine vier Schützlinge, die nun schon seit 17 Tagen und Nächten dort ausharren, sondern auch einen Arzt und drei Thai Navy Seals, die bei den fünfen ausgeharrt haben.

Der Doktor und die Seals wollen die Höhle erst verlassen, wenn alle gerettet sind.

08:00 Uhr: Elon Musks Hilfe wird nicht gebraucht

Tesla-Gründer Elon Musk ist inzwischen in Thailand angekommen und hat sein Mini-U-Boot mitgebracht, das den Rettern bei der Bergung helfen soll.

Allerdings hat der Chef der Rettungsmission die Hilfe höflich abgelehnt. "Obwohl seine Technologie gut und durchdacht ist, ist sie für diese Mission nicht praktikabel", zitiert ihn ein Reporter des englischen "Guardian".

07:17 Uhr: Das Wetter wird schlechter

Es regnet stärker in Mae Sai, der Region in der die Tham Luang Nang Non Höhle liegt. In Thailand ist gerade Monsun. Bereits in der Nacht war starker Regen gefallen.

Der heftige Regen könnte die Entscheidung der Retter beeinflusst haben, heute bereits alle fünf verbleibenden Personen aus der Höhle zu holen.

Denn je mehr es regnet, desto höher droht der Wasserpegel in der Höhle zu steigen und desto schwieriger wird die Rettung.

Befürchtet wird sogar, dass durch den Regen das Wasser in der Höhle so schnell steigt, so dass die Hilfsaktion abgebrochen werden muss.

07:00 Uhr: Kommen heute alle fünf raus?

Tatsächlich wollen sich die Retter zunächst noch nicht festlegen, ob sie heute alle noch verbleibenden fünf Mitglieder des Fußballteams herausholen werden bzw. können.

Nun haben die Behörden jedoch bestätigt, dass 19 Taucher in der Tat die vier Jugendlichen und ihren Trainer zusammen herausbringen werden.

Ein Journalist des "Guardian" berichtet, es habe nach der Mitteilung des Chefs der Rettungsmission Applaus gegeben.

06:55 Uhr: Die Rettungsmission hat erneut begonnen

Wie die Behörden gegenüber Journalisten bestätigt haben, haben sich 19 Taucher einmal mehr auf den Weg zu restlichen eingeschlossenen Jungen gemacht. Sie seien um 10:08 Uhr Ortszeit (05:08 Uhr MESZ) in die Höhle gegangen.

06:30 Uhr: Eltern durften Kinder sehen

Nachdem die Behörden am Sonntag und größtenteils auch am Montag noch die Namen der bislang geretteten Jungs nicht einmal deren Eltern verraten wollten, wurde die Regelung nun gelockert.

Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums vor Journalisten erklärte, hätte die Eltern der vier zuerst geretteten Jungen ihre Kinder besuchen dürfen. Allerdings nur durch eine Glasscheibe. Die Jungen sind weiter in Quarantäne, da die Ärzte Infektionen ausschließen wollen. Berührungen und Umarmungen sind daher tabu.

06:15 Uhr: Den geretteten Jungen geht es gut

Die bislang acht geretteten Jungen sind nach dem Verlassen der Höhle wohlauf. Die behandelnden Ärzte im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai berichteten am Dienstag von minderschweren Lungen-Infekten bei zwei Kindern. Insgesamt seien die jungen Fußballer jedoch bei guter Gesundheit. Keiner habe Fieber.

06:00 Uhr: Die Vorbereitungen haben begonnen

Nachdem die beiden ersten Tage der Rettungsmission erfolgreich und schneller als zunächst erwartet mit der Bergung von bislang acht der eingeschlossenen Jungen abgeschlossen werden konnte, starten die Taucher nun mit Tag drei.

Heute sollen die restlichen vier Jungen und ihr Trainer aus der Höhle geholt werden. Die Fußballmannschaft harrt nun schon seit 17 Tagen und Nächten in der Dunkelheit aus.

Teaserbild: © Sakchai Lalit/AP/dpa