Die mutmaßlich rechtsextreme Terrorgruppe "Revolution Chemnitz" soll einen bürgerkriegsähnlichen Aufstand in Berlin geplant haben. Nun hat der Generalbundesanwalt Anklage erhoben.

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Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat einem Medienbericht zufolge Anklage gegen acht Mitglieder der mutmaßlichen rechtsextremen Terrorzelle "Revolution Chemnitz" erhoben.

Den Männern im Alter von 21 bis 31 Jahren werde die Bildung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen, berichteten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" am Dienstag. Das Verfahren werde voraussichtlich im Herbst vor dem Oberlandesgericht Dresden eröffnet.

Kürzlich hatte der Bundesgerichtshof die Fortdauer der Untersuchungshaft für sechs Männer der mutmaßlichen Terrorzelle angeordnet.

Der Plan: bürgerkriegsartige Zustände in Berlin

Die festgestellten Mitglieder der "Revolution Chemnitz" waren am 1. Oktober und damit kurz vor den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am vergangenen 3. Oktober festgenommen worden. Sie sollen für den Feiertag Gewaltaktionen in Berlin geplant haben.

Laut den Informationen von NDR, WDR und SZ wollten sie versuchen, am 3. Oktober einen bürgerkriegsartigen Aufstand in der Hauptstadt anzuzetteln.

Linke als Sündenböcke eingeplant

Zusammengeschlossen haben sollen sich die Verdächtigen erst kurz vor der Festnahme im vergangenen September. Den Berichten zufolge ist die Grundlage der Anklage unter anderem die Auswertung von Chat-Protokollen auf den Mobiltelefonen der Beschuldigten.

Einer der Angeklagten habe in seiner Vernehmung eingeräumt, mit der Aktion in Berlin hätten "Gesetze außer Kraft gesetzt werden" sollen.

Die Verdächtigen wollten es demnach so aussehen lassen, als seien Linke für die geplanten Taten verantwortlich. (hub/afp)

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