Nach dem Rückzug seine parteiinternen Rivalen Bernie Sanders hat Demokrat Joe Biden im US-Bundesstaat Wisconsin mit dem Sieg bei den dortigen Vorwahlen den nächsten Schritt getan, um Donald Trump im Kampf um die US-Präsidentschaft herauszufordern.

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Joe Biden, der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, hat die Vorwahl im Bundesstaat Wisconsin für sich entschieden.

Bernie Sanders hat seine Kandidatur zurückgezogen

Eine Woche nach der Abstimmung dort verkündeten US-Medien in der Nacht zu Dienstag das vorläufige Ergebnis. Es gilt allerdings nur noch als Formalität, denn Bidens parteiinterner Rivale Bernie Sanders ist zwischenzeitlich ohnehin aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten ausgestiegen.

Biden ist damit der einzige verbliebene Bewerber der Partei. Die offizielle Kür des Kandidaten soll aber erst bei einem Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer folgen.

In Wisconsin hatte Biden etwa doppelt so viele Stimmen bekommen wie Sanders, wie US-Medien nach Auszählung nahezu aller Stimmen nun meldeten.

Trotz der Corona-Epidemie in den USA hatten Wähler am Dienstag vergangener Woche darüber abgestimmt, wer für die Demokraten gegen Präsident Donald Trump antreten soll.

"Wir sprechen oft von den Opfern, die die Amerikaner für den Schutz unserer Freiheiten bringen - dazu gehört auch, dass sie ihr Leben aufs Spiel setzen. Wir haben diesen amerikanischen Geist letzte Woche in Wisconsin gesehen", sagte Biden nach Bekanntgabe der Ergebnisse in einer auf Twitter veröffentlichten Video-Botschaft.

Joe Biden kritisierte Durchführung der Vorwahl in Wisconsin

Aber: "So weit hätte es nie kommen dürfen. Niemand sollte jemals zwischen seiner Gesundheit und unserer Demokratie wählen müssen", sagte er weiter.

Sowohl Biden als auch Sanders hatten die Durchführung der Wahl wegen des Gesundheitsrisikos abgelehnt.

Auch Gouverneur Tony Evers hatte in letzter Minute eine Verschiebung der Abstimmung angeordnet, ein Gericht hob seine Anordnung jedoch wieder auf.

Vertreter der Republikaner in Wisconsin waren gerichtlich gegen die Anordnung des Gouverneurs vorgegangen, die Wahl um zwei Monate zu verschieben.

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