Wutausbruch im nordrhein-westfälischen Landtag: Eigentlich wollte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner eine Rede über Unternehmensgründungen halten - bis ein SPD-Politiker durch Zwischenrufe stört. Er verhöhnt den FDP-Vorsitzenden sogar. Daraufhin platzt Lindner der Kragen. Das Video dazu wurde prompt zu einem viralen Hit.

Klarer Fall von: Hättest du mal zugehört. Bei einer Landtags-Debatte Ende Januar in Nordrhein-Westfalen spricht die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) davon, dass man gescheiterten Unternehmensgründern eine zweite Chance geben solle. Dass sie nicht auf ewig "ein biographisches Stigma" bekommen sollen. Kurz danach tritt der FDP-Vorsitzende Christian Lindner an den Rednerpult. Er lobte die SPD-Ministerpräsidentin sogar für ihren Vorschlag: Für ihn sei es wichtig, dass es in Deutschland eine Gründungskultur gebe.

Dann hallten die Zwischenrufe eines Politikern aus den Reihen der SPD durch den Landtag. Auf dem Video ist nur die Stimme des Mannes zu hören. Laut "Welt" handelt es sich um Volker Münchow, den Fraktionsgeschäftsführer der SPD. Er spottet über Lindner, dass dieser selbst vor einigen Jahren mit einer Unternehmungsgründung gescheitert sei. Dumm nur, dass der SPD-Politiker seiner Ministerpräsidentin vor einigen Minuten wohl nicht so gut zugehört hat. Schließlich sagte sie, dass sie vermeiden wolle, dass gescheiterte Gründer ständig damit konfrontiert werden.

Christian Lindner: "Sie haben sich bis auf die Knochen blamiert"

Christian Lindner platzt daraufhin der Kragen und setzt zu einer Wutrede an. Er dreht sich zur Ministerpräsidentin, fuchtelt mit den Armen und deutet immer wieder mit dem Zeigefinger auf den Zwischenrufer: "Da haben Sie einen in ihren eigenen Reihen, Frau Ministerpräsidentin, der nicht zuhört, was Sie machen." Aus den Reihen der FDP johlen und klatschen die Politiker. Doch Lindners Wut ist noch nicht verflogen. Er sagt, der SPD-Mann habe sich "bis auf die Knochen blamiert" mit seinem "dämlichen Zwischenruf".

Das Video zur rund dreiminütigen Rede wurde auf Facebook und YouTube schnell zu einem viralen Hit. Hier können Sie sich die Wutrede in voller Länge ansehen: