Über zwei Jahre lang arbeitete Prinz William als Pilot eines Rettungshubschraubers. Die teils tragischen Szenen von den Einsätzen kann er bis heute nicht vergessen.

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Am Dienstag rief Prinz William in englischen Bristol die Kampagne "Mental Health at Work" ins Leben. Das ist ein Projekt, das sich gezielt auf das psychische Wohlbefinden bei der Arbeit richtet.

Die Arbeitgeber sollen in Zukunft geschult werden, wie sie ihre Angestellten besser unterstützen. Etwa die Hälfte aller britischen Arbeitnehmer haben demnach in ihrem ob schlechte Erfahrungen in puncto psychische Gesundheit gemacht. Auch der Gatte von Herzogin Kate kennt sich mit seelischem Stress bei der Arbeit aus.

"Du hast immer mit Verzweiflung, Traurigkeit und Verletzung zu tun"

Bei dem "Mental Health at Work"-Event sprach Prinz William über seine Erfahrungen als Rettungspilot. Nahezu täglich sei er mit Schmerz und Leid konfrontiert worden, was den Royal seelisch belastete. "Ich habe viel mit nach Hause genommen, ohne es zu bemerken", sagte der 36-Jährige. "Du siehst jeden Tag traurige Dinge und denkst, dass das Leben so ist."

Gerade als Rettungspilot wird man zu den ganz schweren Unfällen gerufen, da die Verletzten schnellstmöglich medizinisch versorgt werden müssen. "Du hast immer mit Verzweiflung, Traurigkeit und Verletzung zu tun", erzählte der dreifache Familienvater.

Die Zermürbung nehme zu und man habe nie wirklich die Möglichkeit seine Probleme oder Sorgen abzuladen, so Prinz William.

Prinz William fordert mehr Hilfe für Angestellte

Der Thronfolger zeigte sich überrascht, dass nur zwei Prozent der Menschen im Vereinigten Königreich den Mut haben, auf der Arbeit über ihre mentale Gesundheit zu sprechen. "Du bist ein Mensch und viele Leute vergessen die Kämpfe, die du im Job bestritten hast – aber letztendlich durchbohrt doch irgendetwas die Rüstung."

Starke Worte, die bei den Gästen einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben dürften. So sprach die Sanitäterin Dawn Anderson ganz offen mit dem Royal über ihre Diagnose "posttraumatische Belastungsstörung" und ihre Angst, nicht länger ihren Job ausüben zu können.

"Ich hatte immer gedacht, dass jeder für psychische Probleme anfällig ist, und dass natürlich auch ein Mitglied der Königsfamilie nicht davon ausgeschlossen ist", sagte Anderson im Gespräch mit dem US-amerikanischen "People"-Magazin. "Dass er das zugab, hat nur gezeigt, wie gut es ist, über diese Dinge zu reden."  © 1&1 Mail & Media / CF

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