Der Sprung aus der Stratosphäre im vergangenen Jahr soll nicht der letzte spektakuläre Rekordversuch von Felix Baumgartner gewesen sein. Der 44-Jährige stellt sich einer neuen - wenn auch weniger gefährlichen - Herausforderung: Er will den Rekord im Signieren von Büchern brechen. Die Erlöse der Aktion spendet der Rekordjäger den internationalen Flutopfern - und löst damit einen Sturm der Entrüstung unter seinen österreichischen Fans aus.

Auf seiner Facebook-Seite kündigt Multi-Talent Felix Baumgartner einen neuen Rekordversuch an. Am 28. und 29. Juni will er acht Stunden lang sein Buch "Himmelsstürmer" signieren und so den bisherigen Rekord toppen. Den hatte der russische Schachmeister Anatoli Karpow im Jahr 2006 mit 1.951 unterschriebenen Büchern aufgestellt.

Rekordversuch für Flutopfer

Den passenden Rahmen für die Aktion bietet dem Extremsportler die österreichische Flugshow Airpower 13 in der Steiermark. Dort wird sich Baumgartner am Red-Bull-Stratos-Stand die Finger wund schreiben. Der Rekordversuch dient außerdem einem guten Zweck. Die Erlöse aus dem Buchverkauf sollen an die grenzüberschreitende Flutopferhilfe des Deutschen Roten Kreuzes gehen. Für sein Vorhaben benötigt Baumgartner also die Unterstützung Fans. Davon hat der "schnellste Mensch der Welt" alleine bei Facebook 1,5 Millionen - es sollten sich also genügend Autogrammjäger angesprochen fühlen.

Protestwelle bei Facebook

Mit seiner Ankündigung, die Einnahmen nicht nur an österreichische Flutopfer zu spenden, hat Baumgartner allerdings eine Diskussion unter seinen Facebook-Fans ins Rollen gebracht. Viele Fans des Stratos-Manns sind enttäuscht, dass der Österreicher Baumgartner mit der Aktion auf österreichischem Boden nicht ausschließlich sein Heimatland unterstützt. Sie befürchten, dass die Erlöse zum großen Teil an die "Piefkes" in der Bundesrepublik gehen. Inzwischen mehren sich aber die positiven Stimmen.