Sänger Campino, Frontmann der Band "Die Toten Hosen", hat in einem Interview klar Stellung gegen Fremdenhass und Flüchtlingshetze bezogen. Er fordert zum Widerstand gegen Fremdenhass auf und erhofft sich vom Staat ein knallhartes Vorgehen gegen offene Bedrohungen.

"Die Toten Hosen" kämpfen seit Jahrzehnten gegen Fremdenfeindlichkeit. Mit Liedern wie "Sascha... Ein aufrechter Deutscher" oder "Willkommen in Deutschland" haben sie Zeichen gesetzt. Auf ihrer aktuellen Tour geben sie zweitgenannten Song wieder zum Besten, mit einer neuen, angepassten Liedzeile: "Dies ist das Land, in dem so viele schweigen, wenn Pegida auf die Straße geht."

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Nun hat Sänger Campino, der mit bürgerlichem Namen Andreas Frege heißt, in einem Interview mit der "Aargauer Zeitung" offensiv zum Widerstand gegen Fremdenhass und Flüchtlingshetze aufgerufen: "Dieser Hass kann zur Mainstream-Gesinnung werden. Sprüche, die bisher tabu waren, werden plötzlich gesellschaftsfähig, ohne dass jemand aufschreit. Da muss die Gesellschaft dagegenhalten. Man muss es sich im Supermarkt nicht mit ansehen, wenn einer runtergemacht wird, nur weil er nicht von hier ist."

Er werde wütend über Menschen, die die Atmosphäre vergiften, sagte Campino weiter. Und fordert: "Bei offenen Bedrohungen gegen Flüchtlinge muss die Staatsmacht mit aller Härte vorgehen." Gleichzeitig erhoffe er sich eine Bevölkerung, die die Probleme der Flüchtlinge besser verstehe - schließlich seien viele Menschen in ihrer Heimat nicht in der Lage, ihre Familie zu ernähren oder zu beschützen: "Wer von uns würde da nicht versuchen, zu fliehen, etwas Lebenswertes zu finden?"