Er leidet an Prostatakrebs und einem gebrochenen Herzen: Richard "Mörtel" Lugner geht momentan durch schwere Zeiten und das ohne seine Noch-Gattin Cathy.

Eine Kolumne
von Christian Schommers

Die Tonlage hat sich geändert. Wo es früher hieß "der Maurer Mörtel", spricht man nun vom "Baumeister". So als zolle man dem Mann, den viele für exzentrisch, etwas überspannt oder (wär es nicht so wortkomisch) präpotent halten, auf einmal Respekt.

Was Richard Siegfried Lugner, eben jener öffentlichkeitsgeile, den Wiener Opernball mit Glamour-Gästen bestückende, die HaiSociety mit Klatsch versorgende Mörtel, gerade durchmacht, würde ihm selbst sein ärgster Feind nicht wünschen.

Die Ärzte diagnostizierten Prostatakrebs bei dem 84-Jährigen. Und seine 58 Jahre jüngere Ehefrau, die aus dem rheinland-pfälzischen Wittlich stammende Cathy Lugner (26), will angeblich die Blitzscheidung.


Krebsdiagnose beim Lugner

Dieser doppelte Schicksalsschlag ist wirklich "oarg", wie Wiener sagen würden. Richard, sonst ein Sonntagskind als Bauunternehmer, Projektentwickler und Berufs-Don Juan, muss in diesem biblischen Alter einen solchen Doppel-Punch einstecken. Nicht gut!

Die "Kronen Zeitung" titelte gleich "Hat diese Ehe Sie krank gemacht, Herr Lugner?" und reihte sich ein beim Cathy Bashing. Es heißt dort: "Er wirkt nachdenklicher als sonst, sein Blick schweift immer wieder über die Dächer des 15. Bezirkes, wo ein einsamer Kran in den Abendhimmel ragt. 'Sein' Kran – 'da entsteht ein Zubau zur Lugner City.' Er werde weder über seine Krankheit noch über seine Ehe reden, hat Lugner uns vor dem Interview wissen lassen. Aber dann kommt alles ganz anders."

Lugner macht reinen Tisch. Zu seiner Krebsdiagnose: "Ein Bluttest hat bei mir erhöhte PSA-Werte ergeben, und schließlich haben sie Krebszellen in der Prostata gefunden. Also ich habe Prostata-Krebs im Anfangsstadium und werde seit 11. November täglich bestrahlt." Aber, beeilt er sich zu sagen, auf die Potenz habe das keine Auswirkungen.


Ist Cathy doch zu jung für Richard?

Da blitzt der alte Schalk wieder durch, doch Lugner bleibt diesmal eher im Grau-Bereich und lässt die üblichen Frotzeleien. Das gipfelt darin, dass er nach Jahren mit stets jüngeren Ehefrauen an seiner Seite, endlich zu der Einsicht gelangt: "Vielleicht ist Cathy wirklich zu jung."

58 Jahre trennen ihn von der Frau, die diesen Sommer im Promi-Big Brother-Haus beim Publikum punkten konnte, die jetzt allein mit ihrer Tochter weg fährt und den gemeinsamen Weihnachtstrip nach Mexiko noch nicht bestätigt und die Reise nach Rom schon abgesagt hat.

Dort wollte der greise Baumeister, der kein Greis sein will, seiner Frau den Petersdom zeigen – und dort "hinter dem Altar, gebe es ein Fenster, und wenn dort das Licht hereinstrahle, dann sei das so ein überirdischer Moment. Den habe er mit Cathy erleben wollen."

Blitzscheidung oder Liebes-Comeback?

Ob das noch einmal was wird, wagen Insider zu bezweifeln. Für den kommenden Mittwoch, so wird kolportiert, sei ein Termin angesetzt, der auf eine Blitzscheidung hindeute. Baumeister Lugner auf die Frage, ob er den Herrgott um Gesundheit oder Rettung seiner Ehe bitten würde: "Ich glaube, wenn man 84 Jahre alt ist, ist die Gesundheit das Wichtigste."

Richtig, Herr Lugner. Darum an dieser Stelle: Gute Besserung!


Euch allen einen hoffnungsvollen Wochenstart!
Christian Schommers   © top.de