Vierzig Minuten lang mussten sich die Konzertbesucher von Kanye West anhören, warum er Donald Trump gewählt hätte – wenn er überhaupt wählen gewesen wäre.

Die Konzerte von Kanye West (39) sind ja so viel mehr als nur Beschallung. Neben der Musik präsentiert der Künstler schließlich auch Realsatire, die unpraktischste Bühne der Welt (sie schwebt über den Fans, wodurch viele schon mal gar nichts sehen), seinen ausgewachsenen Sinn für Stil und Fashion und das größte Selbstbewusstsein der Welt am lebenden Objekt. Und neuerdings gibt es auch politische Vorträge.

So geschehen am Donnerstag in San José, Kalifornien, wo West den Besuchern seines Konzerts 40 Minuten lang seine Sicht der US-Wahl aufdrückte. Online regen sich viele Fans darüber auf, dass West mehrere Songs einfach abgebrochen habe, um immer wieder seine politische Meinung zum politischen Höhepunkt des Jahres kundzutun.

Kanye war nicht wählen

Dass die nicht besonders durchdacht sein kann, zeigt schon die Tatsache, dass Kanye selbst nicht mal wählen war. Wenn er allerdings gewählt hätte, dann hätte er seine Stimme Donald Trump gegeben, so der Musiker auf der Bühne vor tausenden Fans. Die buhten ihn daraufhin größtenteils aus, was an seinem Ego natürlich abperlte, wie die Tränen seiner ehemaligen Anhänger an seiner Wachsfigur bei "Madame Tussauds" in London: "Das ist meine Plattform und deswegen werde ich über den Paradigmenwechsel reden, der zurzeit passiert."

Viele US-Promis haben sich bei der Präsidentschaftswahl öffentlich auf die Seite der Demokratin Hillary Clinton gestellt.

Als einer seinen Schuh nach Kanye auf die Bühne warf, soll er ihn aufgehoben, mit einem Autogramm versehen und dann wieder ins Publikum geschmissen haben, wie der "Mirror" schreibt. Immerhin stellte er klar: "Egal ob ihr für Hillary oder Trump gewählt habt, das hier ist ein sicherer Platz für alle."

Warum der Rapper seine Stimme dem Republikaner gegeben hätte, liegt eigentlich auf der Hand: Trump habe ihn mit seiner politisch unkorrekten Art der Kommunikation überzeugt.

Und dann wiederholte West auch noch einmal, wovor wir jetzt alle noch mehr Angst haben: Dass er 2020 selbst für das Amt des Präsidenten kandidieren möchte.© top.de

Die "Simpsons" gelten schon seit längerer Zeit als unheimliches Orakel für gesellschaftliche Entwicklungen. So hatten sie bereits im Jahr 2000 einen Präsidenten Donald Trump prophezeit. Dass die Macher nicht wirklich zufrieden sind, dass ihre Vorhersage Wirklichkeit wurde, zeigen sie jetzt in der aktuellen Folge.