Am 13. September will der 81-jährige Richard Lugner der 24-jährigen Cathy Schmitz im Schloss Schönbrunn das Ja-Wort geben. Höchste Zeit für "Spatzi", Lugners Verflossene einmal genau unter die Lupe zu nehmen, um Tipps für ihre bevorstehende Ehe abzustauben. Und dabei sollte sie nicht "Mörtels" Streichelzoo der jüngsten Vergangenheit zu Rate ziehen, sondern diejenigen, die es tatsächlich geschafft haben, dem Wiener Baulöwen – wenn auch nur vorrübergehend – einen Ring anzulegen.

1961 –1978: Die Jugendliebe

1961 heiratet der damals 29-jährige Richard Lugner seine sechseinhalb Jahre jüngere Jugendliebe, die im selben Haus wohnt. Ein Jahr nach der Hochzeit erhält er seine Baukonzession und legt damit den Grundstein für geschäftliche Erfolge. Ehefrau Nummer eins ist an seinem Aufstieg maßgeblich beteiligt. "Sie war weniger schüchtern. Ich traute mich am Anfang zu manchen Kunden gar nicht hin, sie schon", erzählt Lugner in seiner Biografie "Die Mörtel-Story". Mit dem Lugnerschen Bauunternehmen geht es bergauf, mit der Ehe allerdings immer weiter bergab. Das Paar lebt sich auseinander, 1978 folgt die Scheidung. Ex-Frau Nummer eins bleibt "Mörtel" allerdings weiterhin freundschaftlich verbunden. Die beiden haben zwei gemeinsame Söhne. Diese Ehefrau hat ihrem Richard in Guten wie in schlechten Zeiten stets den Rücken gestärkt. Ob Cathy Schmitz da mithalten kann?

1979 – 1983: Die Enttäuschung

Lugner heiratet seine zweite Ehefrau relativ schnell nach der Scheidung von Ehefrau Nummer eins. Dem Baulöwen gefällt unter anderem, dass sie sich seine neue Flamme gut mit seinen Söhnen versteht. Die Blondine weckt in "Mörtel" neue Lebensgeister. Anfang der 1980er-Jahre starten dann die Verhandlungen für den 100 Millionen-Umbau des OPEC-Fund-Hauses, wenig später verlässt ihn seine Frau. Hoffentlich versteht sich "Spatzi" ähnlich gut mit Lugners Kindern wie Ehefrau Nummer zwei.

1984 – 1989: Der Schicksalsschlag

Wenn ein Haus marode ist, dann baut man eben ein neues, weiß Lugner. Und so ehelicht der Bauunternehmer bereits 1984 im Gemeinderatssitzungssaal des Alten Rathauses in Wien seine mittlerweile dritte Ehefrau. Die Ehe dauert knappe fünf Jahre, auch nach der Trennung leben sie weiterhin im gleichen Haus. Am 22. Juni 1989 bringt Lugner seine Frau in eine Klinik. Sie will sich einer Schönheitsoperation unterziehen. "Ich war absolut dagegen, und sie hat es dennoch getan", sagt Lugner 2010 in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Bei der Operation kommt es zu Komplikationen und Lugners Frau fällt ins Koma. Sie stirbt am 22. Dezember 1994. Aus dieser Geschichte sollte "Spatzi" am besten einfach nur ihre Lektion für die Zukunft lernen.

1991 – 2007: Licht aus – Spot an!

Im Juli 1990 lernt Lugner die quirlige und 33 Jahre jüngere Christina kennen. Sie bringt schnell Licht in seine düsteren Stunden. Bereits nach einer Woche zieht sie nicht nur in sein Herz sondern auch in sein Haus im Wiener Nobelbezirk Döbling ein. Mit "Mausi" an seiner Seite avanciert der Gastgeber des Wiener Opernballs schließlich zum Boulevard-Medienstar. So verloben sich die Frischverliebten am 13. Jänner 1991 in der ORF-Sendung "Live am Samstag". Am 13. Juli folgt die Trauung – Kameras natürlich inklusive. 1993 kommt Tochter Jaqueline auf die Welt. Die Eheleute vermarkten ihr Privatleben in der ATV-Realityserie "Die Lugners". Sie trennen sich am 2. August 2007. Ob die andauernde Medienpräsenz der Ehe letztlich gutgetan hat? "Spatzi" steht ebenso wie Vorgängerin "Mausi" offensichtlich gerne im Rampenlicht. Möglicherweise würde der Ehe Nummer fünf etwas mehr Privatsphäre gut tun. Sonst kann sich "Mörtel" bald wieder einen neuen tierischen Kosenamen einfallen lassen.