Philip Seymour Hoffmans letzter Wille ist genauso überraschend wie sein Tod vor wenigen Wochen. Der Oscar-Preisträger hat in seinem Testament den Wohnort seines minderjährigen Sohnes festgelegt. Brisant: Hollywood gehört nicht dazu.

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In seinem Testament verfügt Philip Seymour Hoffman, dass sein Sohn Cooper in New York, Chicago oder San Francisco leben soll. Ausschlaggebend für die Auswahl seien "Kultur, Kunst und Architektur der jeweiligen Stadt", so Hoffman in seinem letzten Willen. Das US-Klatschportal "TMZ" veröffentlicht Textpassagen aus dem Testament.

Darin sind die Wünsche des Schauspielers klar dokumentiert: Falls sein Sohn Cooper nicht in einer der drei erwähnten Städten aufwachsen könne, solle er diese wenigstens zwei Mal im Jahr besuchen. Der Schauspieler wollte damit die kulturelle Entwicklung des Kindes gewährleisten.

Auffallend ist, dass Los Angeles und der Stadtteil Hollywood nicht zur Auswahl stehen. Hoffman verbrachte dort selbst sehr viel Zeit. Offenbar sah er in der Promi-Metropole nicht die geeignete Stadt, um ein Kind großzuziehen.

Sein Testament setzte der an einer Überdosis Heroin verstorbene Schauspieler am 7. Oktober 2004 auf. Zu diesem Zeitpunkt war nur eines seiner insgesamt drei Kinder geboren. Nach Cooper, der heute zehn Jahre alt ist, kamen seine beiden Töchter Tallulah (7) und Willa (5) auf die Welt. Die Kinder leben mit ihrer Mutter Mimi O'Donell in New York.

Hoffman vermachte sein gesamtes Vermögen seiner langjährigen Lebensgefährtin Mimi O'Donnell. Der Wert liegt laut mehreren US-Medien bei 500.000 Dollar. Allerdings gehen Branchenkenner davon aus, dass der 46-Jährige aufgrund seiner vielen Filmengagements ein Millionenvermögen hinterließ. "CelebrityNetWorth.com" beziffert es sogar auf 35 Millionen US-Dollar.

Hoffman war am 2. Februar mit einer Injektionsnadel im Arm und 73 Tütchen Heroin in seinem New Yorker Apartment tot aufgefunden worden. In Interviews gab der Schauspieler zu, früher alkohol- und drogenabhängig gewesen zu sein. 23 Jahre lang war er trocken und clean. 2013 erlitt er einen Rückfall. Der Hollywood-Star ließ sich daraufhin selbst in eine Entzugsklinik einweisen.

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