Robbie Williams (43) hat schon als Teenager eine erstaunliche Karriere hingelegt. Aber mit dem Ruhm kamen die Drogen - und erst mit Ehefrau Ayda Field (38) schließlich das Glück.

"Das Showgeschäft ist wie dieses unangenehme Gefühl, das dich überkommt, wenn der Kuchen hereingetragen wird und das gesamte Restaurant 'Happy Birthday' singt", schreibt Robbie Williams in seinem neuen Buch "Reveal: Robbie Williams".

Alle würden es gut meinen und ihre Zuneigung zeigen. Im Grunde aber würde man die ganze Zeit nur darauf warten, bis es vorbei sei.

Drogen bis zum Kollaps

Kein Wunder also, dass der Brite, den seine Mutter im Alter von 15 Jahren zum Casting für Take That schickte, in der turboerfolgreichen Boyband nach einem Ventil suchte.

Eine Affinität zu Drogen hatte Robbie Williams aber schon vor dieser Zeit. Damals schnüffelte er Leim, rauchte Gras und nahm Speed. Dies teilte Robbie bereits in seinem 2004 veröffentlichten Buch "Feel" mit.

Mit dem wachsenden Erfolg kamen immer härtere Drogen ins Spiel. Mit 19 standen bei ihm neben Alkohol und Marihuana noch Ecstasy, LSD, Amylnitrat, noch mehr Amphetamine, Crack und Heroin auf dem Plan.

Zwei Jahre später überwarf er sich mit seiner Band und verließ Take That wegen seiner Drogen-Entgleisungen.

Robbie startete eine Solokarriere, 1997 folgte dann sein vollkommener Kollaps.

Entzug ohne anhaltenden Erfolg

Elton John setzte sich ein und lieferte Robbie bei VIP-Drogenpapst Beauchamp Colclough im Londoner Churchill Center ab – erfolglos.

Erst nach dem Entzug in der Drogenklinik Clouds House in Salisbury war er wieder clean. Ärzte hatten bei ihm zuvor eine von Ängsten und Depressionen begleitete Borderline-Störung diagnostiziert.

Was dann geschah, war wahrscheinlich nicht nur Segen, sondern auch Fluch: Robbies Solokarriere ging durch die Decke. Alben wie "I’ve Been Expecting You", "Sing When You’re Winning" und "Live at Knebworth" verkauften sich millionenfach.

Dass es ihm trotz der Erfolgswelle nicht immer gut ging, konnte man anhand des teils aufgedunsenen Gesichtes erahnen.

Clean dank Ayda Field

Zum Zeitpunkt als er seine heutige Frau Ayda Field kennenlernte, war er jedenfalls wieder vollständig drauf.

Über den Tag ihres ersten Dates 2006 schreibt er heute: "Etwas früher am selben Tag war eine Dealerin vorbeigekommen, mit der ich schlief, und hatte mir all diese Pillen gebracht – Morphium, Adderall, Vicodin und noch so Zeug (...) Ich hatte also Sex mit der Dealerin und nahm eine Handvoll Pillen."

Ayda verliebte sich trotzdem in Robbie und blieb.

Ein Jahr später ging Robbie an seinem 33. Geburtstag in die berühmte Meadows-Klinik in Arizona – und trinkt seitdem bis heute keinen Alkohol mehr und nimmt keine Drogen.

Statt Party steht Familie auf dem Programm. Seit 2010 sind er und Ayda verheiratet. Wenn er heute auf Tour geht, dann nur mit ihr und den gemeinsamen Kindern Theodora Rose (5) und Charlton Valentine (2) im Gepäck.

Besser ist das wohl. (spy)  © top.de