Für ihre Rolle in dem neuen Film "Rub & Tug" muss Scarlett Johansson dieser Tage viel Kritik einstecken. Der Grund: Sie verkörpert als heterosexuelle Frau einen Transgender-Mann. Angefeuert wird die Diskussion in den sozialen Netzwerken auch von einem harschen Statement ihres Sprechers.

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Die Tatsache, dass die Rolle eines Transgender-Mannes nicht von einem Menschen aus der LGBT-Community gespielt wird, erhitzt die Gemüter auf Twitter. "Ist nicht böse gemeint Scarlett Johansson, aber es gibt viele wunderschöne Trans-Frauen auf dieser Welt und ich meine, wirklich viele … sag Hollywood, dass sie weiter suchen sollen", lautet beispielsweise ein Tweet.

Befürworter verteidigen den Hollywoodstar

Während viele User in dieselbe Kerbe schlagen, gibt es auch welche, die die Wahl Johanssons verteidigen: "Warum sind so viele sauer, dass Scarlett Johansson einen Trans-Charakter spielt? Ich verstehe, dass die LGBT-Community lieber möchte, dass ein Trans-Charakter auch von einem Trans-Menschen gespielt wird. Aber logisch betrachtet, heißt das, dass Homosexuelle nur Homosexuelle spielen können, und Heterosexuelle nur Heterosexuelle. Sie ist eine tolle Schauspielerin."

Die Diskussion um die Besetzung von Scarlett Johansson in "Rub & Tug" als Transgender-Mann, der einen Massagesalon besitzt, wurde indes auch von einem Statement ihres Sprechers befeuert. Im Portal "Bustle" erklärte dieser: "Sagt [den Kritikern], dass sie sich an Jeffrey Tambors, Jared Letos und Felicity Huffmans Sprecher wenden sollen." Die drei Schauspieler hatten in der Vergangenheit bereits Transgender-Charaktere gespielt, ohne der Community anzugehören.

Johansson erntet nicht zum ersten Mal Kritik

Der Film "Rub & Tug" ist von wahren Ereignissen inspiriert, in dem der Massagesalonbesitzer Dante "Tex" Gill der zentrale Charakter ist. Gill, dessen Geburtsgeschlecht als weiblich festgelegt wurde, der sich aber als männlich definierte, betrieb den Salon in den 1970ern und -80ern im amerikanischen Pittsburgh als Fassade für Prostitution. Als Regisseur wurde Rupert Sanders verpflichtet, der mit Johansson bereits das Manga-Abenteuer "Ghost in the Shell" produziert hatte. Auch damals kritisierten Medien und Filmfans, dass die Rolle nicht mit einer japanischen Schauspielerin besetzt wurde.  © 1&1 Mail & Media / CF