Friedrich von Thun

Friedrich von Thun ‐ Steckbrief

Name Friedrich von Thun
Bürgerlicher Name Friedrich Ernst Peter Paul Maria Thun-Hohenstein
Beruf Schauspieler, Synchronsprecher, Hörbuchleser, Musiker
Geburtstag
Sternzeichen Krebs
Geburtsort Kwassitz, Protektorat Böhmen und Mähren
Staatsangehörigkeit Österreich
Größe 188 cm
Familienstand geschieden
Geschlecht männlich
Haarfarbe grau
Augenfarbe blau
Links Website Friedrich von Thun

Friedrich von Thun ‐ Wiki: Alter, Größe und mehr

Friedrich von Thun ist ein Urgestein des Fernsehens, Kinos und Theaters. Er wurde am 30. Juni 1942 als Friedrich Ernst Peter Paul Maria Thun-Hohenstein in Kwassitz geboren. Seit nunmehr fast 60 Jahren bringt der sympathische, galante Österreicher mit dem spitzbübischen Charme sein Publikum zum Schmunzeln, überzeugt aber auch mit ernsthafteren Rollen.

Thuns Familiengeschichte ist bewegend und von hohem südtiroler Adel durchzogen. Verfolgt man seine verzweigte Verwandtschaft zurück, endet man bei der Ehefrau von Franz Ferdinand. Letzterer war der österreichische Erzherzog der Linie Habsburg-Lothringen. Dieser fiel 1914 in Sarajevo einem Attentat zum Opfer und löste damit den ersten Weltkrieg aus.

Doch Thuns eigene Biografie begann 1942 in Mähren, gelegen im heutigen Tschechien, wo seine Eltern ein Gut samt Schloss und Ländereien besaßen. Letzteres ging jedoch im Zuge der Enteignung und Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg komplett verloren. Es folgten einige Jahre Lagerarbeit, Hunger und schließlich die Flucht nach Österreich. Der damals erst 3-jährige Friedrich begann mit seinen Eltern und Geschwistern in der österreichischen Steiermark ein neues Leben. Der Vater fand eine Anstellung als Privatsekretär bei keinem Geringeren als Erzherzog Otto von Habsburg - dem letzten Kronprinzen und Spross des Kaisers von Österreich.

Thun machte seinen Abschluss am Abteigymnasium und ging dann nach München. Neben dem Studium für Germanistik und Theaterwissenschaften nahm er privaten Schauspielunterricht und trat auf im Studentenkabarett. Später war er einige Zeit lang beim Bayerischen Rundfunk als Regieassistent tätig.

Dem Regisseur Axel von Ambesser verdankt Thun seine ersten Filmrollen und seinen Einstieg bei den Münchner Kammerspielen. Dort stand er 1962 erstmals in "Gewitter am See" auf der Bühne. Filmisch begann Thun in den 60er Jahren mit Streifen wie "Die fromme Helene" (1965), sowie mehreren Teilen der "Lausbubengeschichten".

In den 70ern drehte er unter anderem (und aus reinem Geldmangel) den "Schulmädchen-Report". Dann arbeitete er sich über die Novellen-Verfilmung "Die blassblaue Frauenschrift" (1984) zielstrebig hoch bis zum Hollywood-Kassenschlager "Schindlers Liste" (1993). Zahllose weitere Rollen sollten folgen.

Auch in vielen Serien wirkte Thun mit, unter anderem in "Der Bulle von Tölz", "Das Traumschiff", "Derrick", "Der Alte" und im "Tatort". Außerdem spielte er einen Schlossverwalter im erfolgreichen Quotenhit der 80er "Das Erbe der Guldenburgs". Die Geschichte über eine Bierbrauerdynastie stellte für Thun den Fernsehdurchbruch dar und rückte ihn in den Fokus der Boulevardpresse. Ansonsten produzierte Thun auch Hörspiele und präsentierte mehrere Dokumentationen des ORF zum Thema Habsburger sowie Österreicher im Exil.

Thun arbeitete an der Seite sämtlicher deutscher Schauspielgrößen und unter der Leitung namhafter Regisseure wie Verhoeven, Corti, Wedel, Spielberg und Fellini. Er erhielt im Laufe der Zeit vielfach Auszeichnungen, unter anderem den Bambi, den Bayerischen Fernsehpreis und den Großen Preis des Fernsehfestivals von Monte Carlo.

Sein Sohn Max ist ebenfalls Schauspieler, Tochter Gioia arbeitet als Filmproduzentin. Beide Kinder stammen aus seiner ersten Ehe mit der Modedesignerin Gabriele Bleyler, von der er sich 1999 trennte. Auch die Ehe mit seiner zweiten Frau, Gabriele Schniewind, ging in die Brüche. Diese nahm sich 2018 das Leben.

Thun spielt mit Leidenschaft Saxofon und Golf und sammelt Münzen mit dem Konterfei ehemaliger Habsburger Herrscher. Er liebt die Berge und lebt mit seinen Kindern und Enkeln in München.

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