Was passiert mit gehackten Daten?

Wie schlimm ist ein gehackter Account tatsächlich? Was nützen den Hackern die personenbezogenen Daten überhaupt? Wir zeigen Ihnen, was passieren kann – damit Sie das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Es ist für alle Betroffenen ein Problem schweren Ausmaßes: ein gehacktes Online-Konto. Denn mit Identitätsdiebstahl, dem Verlust persönlicher Daten, ist keinesfalls zu spaßen.

Mögliche Konsequenzen  

1. Ihre Daten werden weiterverkauft

Man glaubt es kaum, aber es ist tatsächlich so: Mit gestohlenen Daten wird im Dark-Web ordentlich Geld verdient! Schon allein die E-Mail-Adresse ist ein gefundener Schatz, auch wenn es für Sie vielleicht "nur" die E-Mail-Adresse ist. Aber z. B. für Spammer ist sie Gold wert: Denn an diese können massenweise Spam- und Phishing-Mails versendet werden…

Und es geht noch weiter: Hacker verkaufen Ihre Daten untereinander und machen Gewinn auf Ihre Kosten. Auch mit dem Ziel, möglichst viele Informationen über Sie zu sammeln: Denn je mehr Informationen über Sie im Umlauf sind, desto besser können die Hacker diese missbrauchen.
 
Schützen Sie Ihre Bekannten:

Wurde Ihr E-Mail-Postfach gehackt, sollten Sie dringend Maßnahmen ergreifen. Diese können Sie in diesem Tipp nachlesen. Doch hier möchten wir noch einmal betonen: Informieren Sie Ihre Kontakte aus dem Adressbuch. Denn die Hacker könnten (und werden) versuchen, von Ihrer E-Mail-Adresse verseuchte Mails zu versenden, um so auch an die Daten Ihrer Bekannten zu gelangen. Wenn Ihre Kontakte nicht Bescheid wissen, haben sie womöglich schnell das gleiche Problem wie Sie.

2. Zugangsdaten als Eintrittskarte zu Ihrem Bankkonto

Würden Sie einer fremden Person einfach so Ihren PIN für Ihr Bankkonto mitteilen? Vermutlich nicht. Doch leider ist das quasi der Fall, wenn Hacker Ihr Konto z. B. bei einer Online-Shopping-Plattform kapern. Aber auch bei jedem anderen Account, bei dem Zahlungsinformationen hinterlegt sind, können die Folgen drastisch sein:

Hacker haben mit Ihren persönlichen Daten die Möglichkeit, Verträge abzuschließen, Ihre Kreditkarte zu nutzen oder sogar Kredite aufzunehmen.

3. Identitätsbetrug – Delikte in Ihrem Namen

Hacker benutzen Ihre gestohlenen personenbezogenen Daten − Ihre digitale Identität – auch, um Straftaten zu verüben. Und das, ohne selbst Konsequenzen fürchten zu müssen. Die tragen nämlich unter Umständen Sie! Und die Kriminellen kennen wirklich keine Grenzen: weder beim Kauf von illegalen Waffen oder Drogen, terroristischen Aktionen noch bei der Veröffentlichung von kinderpornografischem Material machen sie Halt. Und das läuft dann alles unter Ihrem Namen.

Was kann man tun?

Name, Adresse, E-Mail. Mehr braucht es nicht, um Ihnen nicht nur den Tag zu versauen, sondern Ihnen wirklich das Leben schwer zu machen. Die gute Nachricht: Mit wenigen Maßnahmen können Sie dieser Katastrophe vorbeugen:
 
  • Nutzen Sie nur wirklich sichere Passwörter – für jeden Online-Dienst ein eigenes.
  • Seien Sie vorsichtig im Umgang mit Mails unbekannter E-Mail-Adressen: Über Phishing- und Spam-Mails gelangen Hacker sehr häufig an Daten.
  • Informieren und wappnen Sie sich gegen Malware.
  • Seien Sie sich bewusst, dass Hacker über ungesicherte Verbindungen Daten abfangen können. Loggen Sie sich also nur mit Bedacht in ein öffentliches WLAN ein.
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