• Der britischer Regierungsberater für den Zusammenhalt des Landes hat seinen Job an den Nagel gehängt - nach nur zwei Wochen im Amt.
  • Die schottische Regierungschefin konnte sich da Häme nicht verkneifen.

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Ein britischer Regierungsberater für den Zusammenhalt des Vereinigten Königreichs hat bereits nach zwei Wochen in seinem neuen Job das Handtuch geworfen. Oliver Lewis sagte, seine Rolle sei "unhaltbar" gemacht worden, wie die BBC berichtete. Eine offizielle Stellungnahme aus der Downing Street gab es zunächst nicht.

Lewis hatte 2016 in der Brexit-Kampagne "Vote Leave" mitgewirkt, an der Seite des heutigen Premierministers Boris Johnson. Auch gilt er als Vertrauter von Dominic Cummings, dem Leiter der Kampagne für den Austritt Großbritanniens aus der EU.

Schottische Regierungschefin reagiert mit Häme

Hämische Reaktionen aus Schottland ließen nach der Nachricht über den Abgang des Beraters nicht lange auf sich warten: "Uneinigkeit in der Abteilung für Einigkeit. Oder vielleicht Verzweiflung darüber, zu realisieren, wie fadenscheinig das Streben danach ist", twitterte Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon.

Die Schottische Nationalpartei (SNP) von Nicola Sturgeon fordert eine zweite Volksabstimmung über die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich. Zwar hatte 2014 eine knappe Mehrheit der Einwohner eine Loslösung abgelehnt. Damals war Großbritannien aber noch Mitglied der EU.

London lehnt neues Schotten-Votum ab

Sturgeon argumentiert nun, dass der britische EU-Austritt die Voraussetzungen verändert habe. Beim Brexit-Votum 2016 hatte Schottland deutlich für den Verbleib in der EU gestimmt. London lehnt eine neue Befragung ab, in Umfragen befürwortet seit Monaten aber eine Mehrheit der Schotten die Unabhängigkeit. (dpa/mcf)

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