• Nachdem sich die Union auf Armin Laschet als Kanzlerkandidaten geeinigt hat, sinken die Zustimmungswerte.
  • CSU-Generalsekretär Markus Blume sieht die Verantwortung für das Umfragetief bei Laschet.
  • Sein Kollege Paul Ziemiak von der CDU ruft zu Geschlossenheit auf.

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CSU-Generalsekretär Markus Blume sieht in der Kanzlerkandidatur von CDU-Chef Armin Laschet die Ursache für das Umfragetief der Union.

"Die große Enttäuschung über den Ausgang der Personalentscheidung spiegelt sich in den Umfragen wider", sagte Blume der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagsausgabe).

"Viele, nicht nur in Bayern, hätten sich Markus Söder gewünscht", sagte Blume mit Blick auf die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten der Union.

Blume: Laschet muss Umfragen wieder drehen

"Armin Laschet ist nun verantwortlich, die Umfragen zu drehen", sagte Blume. Die bayerische Schwesterpartei dürfe nicht mit nach unten gezogen werden. "Als CSU müssen wir uns vom Bundestrend abkoppeln", betonte er.

Dabei setzte die Partei voll auf den bayerischen Ministerpräsidenten. "Die persönliche Zufriedenheit mit Markus Söder ist unverändert auf hohem Niveau stabil."

Die Union war zuletzt auch im ZDF-Politbarometer und im ARD-Deutschlandtrend als nur noch zweitstärkste Partei hinter die Grünen zurückgefallen.

Nach Votum für Laschet: CSU bekommt mehr als 1.000 neue Mitglieder

Nachdem Armin Laschet den Machtkampf um die Kanzlerkandidatur gewonnen hat, erhält die CSU innerhalb eines Tages mehr als 1.000 neue Mitgliedsanträge. Am 22. April haben sich bereits Hunderte Menschen für eine "Mitgliedschaft Light" angemeldet.

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak rief die Union angesichts der schlechten Umfragen zur Geschlossenheit auf.

"Differenzen zwischen den Schwesterparteien sind normal und die hat es immer gegeben, sie sind so alt wie unsere gemeinsame Parteiengeschichte", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". "Wichtig ist, dass wir in den entscheidenden Momenten zusammenstehen." Ziel sei es, dass nach der Bundestagswahl im September keine Regierung ohne Führung durch die Union gebildet werden könne. (hub/afp)