Großbritannien will die Europäische Union verlassen. Wann der Brexit kommt sowie alle News, Videos, Bilder und aktuelle Informationen rund um den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU finden Sie hier.

Der nur knapp sechswöchige Turbo-Wahlkampf in Großbritannien biegt nach dem zweiten direkten TV-Duell zwischen Premierminister Boris Johnson und seinem Herausforderer Jeremy Corbyn auf die Zielgerade ein. Auch in der Debatte am Freitagabend gelang es dem Herausforderer nicht, Johnson in die Enge zu treiben. Der Amtsinhaber distanzierte sich wenig glaubhaft von politischen Lügen. 

Am 12. Dezember 2019 wählen die Briten ein neues Parlament. Der außerordentliche Termin ist eine Folge des Brexit-Chaos', das seit dem Austrittsvotums des Volkes 2016 herrscht. Im letzten TV-Duell vergibt Oppositionsführer Jeremy Corbyn die Chance, Boden auf Premierminister Boris Johnson gutzumachen.

Los ging alles mit dem Referendum der britischen Staatsbürger am 23. Juni 2016. Darin wurde entschieden, dass Großbritannien mit dem Brexit aus der Europäischen Union austritt. Der Begriff "Brexit" ist ein Wortspiel aus den Begriffen "Britain" und "Exit". Insgesamt stimmten 51,89 Prozent der teilnehmenden Wähler für den Austritt.

Seitdem versuchten sich zwei Regierungschefs an einem geordneten Austritt. David Cameron trat direkt nach dem Referendum zurück, weil er für einen Verbleib plädiert hatte. Es übernahm Theresa May, die nach zweijähriger Verhandlungsperiode ein Austrittsdatum mit der EU vereinbart hatte. Doch trotz mehrmaligen Abstimmung und Nachverhandlungen mit der EU hat May keine Mehrheit im Parlament für den Deal erhalten. Statt dem 29. März 2019 wurde der Austritt auf den 31. Oktober 2019 verschoben. Der Termin wurde ebenfalls nicht eingehalten. Der Austritt soll jetzt bis spätestens 31. Januar 2020 passieren.

Großbritannien will die Europäische Union verlassen. Unklar ist nach wie vor, wann das geschehen wird. Ob sich für Reisende nun etwas ändert, erfahren Sie hier.

Am 24. Mai trat May von ihrem Amt als Parteivorsitzende und Premierministerin zurück. Rund zwei Monate später wählten die Mitglieder der Torys mit Boris Johnson einen der Brexit-Hardliner zum neuen Vorsitzenden - und auch zum neuen Premierminister.

Headerbild: © Getty Images/iStockphoto
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