Brexit: Alles zum EU-Austritt von Großbritannien

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich in einem Interview "sehr zuversichtlich" zu einem möglichen Brexit-Abkommen geäußert. Dabei verglich er Großbritannien mit der Comicfigur "Hulk".

Lange hat der frühere britische Premierminister David Cameron geschwiegen. Ihm haben die Briten die Volksabstimmung über den EU-Austritt zu verdanken. Nun veröffentlicht er seine Memoiren - und kritisiert den aktuellen Regierungschef Boris Johnson.

So deutlich wird John Bercow selten: Der scheidende Parlamentspräsident hat Premier Boris Johnson eindringlich zur Einhaltung von Recht und Gesetz beim Austritt Großbritanniens aus der EU aufgefordert. Es werde nur einen Brexit geben, "den das House of Commons" abgesegnet hat. Ansonsten lasse er "zusätzliche Kreativität in den Abläufen" durchaus zu, um den Premier vom Gesetzesbruch abzuhalten.

Spielt die Johnson-Regierung die Gefahren eines ungeregelten Brexit herunter? Als "Grundlegendes Szenario" war das Dokument bereits einer Zeitung zugespielt worden, nun veröffentlicht Downing Street das Papier unter dem Titel "Planungsannahmen für den schlimmsten Fall". Und der Inhalt ist brisant: Denn so gut auf den No-Deal-Brexit vorbereitet, wie die Regierung glauben machen will, ist sie anscheinend nicht.

Die Zwangspause für das britische Parlament, die Premierminister Boris Johnson angeordnet hatte, verstößt gegen das Gesetz. Ein schottisches Berufungsgericht erklärte die Pause am Mittwoch als "illegal".

Damit hat Großbritanniens Premierminister Boris Johnson im Rechtsstreit über die verlängerte Parlamentspause in Großbritannien eine Niederlage erlitten.

Trotz des Gesetzes gegen einen No Deal schließt der britische Premier Johnson eine Brexit-Verschiebung aus. Die letzte Sitzung vor der Parlamentsschließung endet mit Tumulten. Der scheidende Parlamentspräsident Bercow macht deutlich, was er von der Pause hält.

Das Gesetz brechen, zurücktreten oder provozieren: Viele Optionen hat der britische Premierminister Boris Johnson nicht mehr, wenn er sein Versprechen einhalten will, Großbritannien zum 31. Oktober aus der EU zu führen. Schließt er am Ende doch noch einen Deal mit Brüssel?

Die letzte Sitzung vor der Parlamentsschließung in London endet mit Tumulten: Nur unter Protest lässt sich die Opposition in eine Zwangspause schicken.

Erst Irland besuchen, dann eine Neuwahl durchsetzen: Der britische Premier Johnson hat am Montag einen vollen Terminkalender. Doch ob er bei seinen Vorhaben Erfolg haben wird, darf stark bezweifelt werden.

"Mr Speaker" - so wird der Präsident des Unterhauses angesprochen. Der klein gewachsene John Bercow übt sein Amt mit Wortwitz und Überzeugung aus. Unumstritten ist der Politiker aber nicht - nun hat er mitten im Brexit-Streit seinen Rückzug angekündigt.

Interne Dokumente bis hin zu Emails und Whatsapp-Nachrichten von Regierungsabgeordneten wollen die Abgeordneten sehen. Es geht darum, ob die Regierung die Zwangspause des Parlaments taktisch eingesetzt hat und die Konsequenzen eines No-Deal-Brexits herunterspielt.

In Großbritannien steht am Montag das nächste Kapitel im großen Brexit-Drama an: Nach einem Besuch in Irland wird Boris Johnson im Parlament erwartet. Dort will der Premier erneut über Neuwahlen abstimmen lassen, ansonsten müsste er sehr wahrscheinlich – gezwungen vom Parlament – in Brüssel erneut um eine Fristverlängerung bitten. Dort sähe man einer Verlängerung positiv entgegen.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson betont bei Besuch in Irland, dass er einen No-Deal-Brexit vermeiden will. Irlands Premier Leo Varadkar will vor allem sein Land schützen.

Der britische Premierminister Boris Johnson verliert mit seinem kompromisslosen Brexit-Kurs zunehmend an Rückhalt im eigenen Kabinett. Werden dem Rücktritt von Arbeitsministerin Amber Rudd schon bald weitere folgen?

Neuwahl, Rücktritt oder doch noch ein Deal mit der EU? Der britische Premierminister Boris Johnson steckt in der Klemme. Kann er sich aus dem Brexit-Schlamassel noch einmal befreien? Theoretisch bleiben ihm noch fünf Optionen.

Die Angst ist groß, dass der britische Premier sich über ein Gesetz gegen einen No-Deal-Brexit hinwegsetzt. In London herrscht derweil eine bedrohliche Stimmung bei Demonstrationen für und gegen den Brexit. 

Der britische Premierminister Boris Johnson verliert zunehmend die Kontrolle im Brexit-Drama. Nach seinem Bruder Jo schmeißt nun auch die populäre Arbeitsministerin Amber Rudd hin.

Der britische Premierminister Boris Johnson gerät im Brexit-Streit zunehmend in die Defensive. Er will unbedingt Neuwahlen, doch die Opposition sperrt sich, solange ein EU-Austritt ohne Abkommen am 31. Oktober nicht ausgeschlossen ist. Der Regierungschef wirkt angesichts von Rückschlägen und Kritik zunehmend geschwächt.

In den vergangenen Tagen musste Premierminister Johnson diverse Rückschläge einstecken. Auch in der kommenden Woche muss er sich auf viel Widerstand gegen seine Pläne gefasst machen: Das gesetzliche Verbot eines No-Deal-Brexit hat die letzte Hürde im Parlament genommen.

Die Reaktion eines Briten auf den britischen Premierminister Boris Johnson begeistert derzeit das Netz. Der Mann verweist den Politiker sehr höflich "seiner Stadt". 

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson musste sich auf den Straßen von Morley einiges anhören. Ein Bürger warf ihm Spielchen vor. Ein anderer bestach durch seine ungemein höfliche, britische Art.

Was wäre besser für Deutschland: Ein ungeregelter Brexit Ende Oktober oder eine erneute Verschiebung? Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), ist sich sicher, dass ein No-Deal-Brexit weniger schlimm für uns wäre.

Die umstrittene Maßnahme von Premier Boris Johnson, das Parlament zu beurlauben, ist vorerst rechtmäßig. Das entschied ein Gericht in London. Die Richter ließen aber eine Berufung am Supreme Court ausdrücklich zu.

Obwohl Großbritannien immenser wirtschaftlicher Schaden droht, steuert Boris Johnson das Land auf einen EU-Austritt ohne Abkommen zu. Viele Beobachter glauben, im knallharten Brexit-Kurs des Premiers die Handschrift von Dominic Cummings zu erkennen. Er ist Johnsons wohl wichtigster Berater - und gilt als skrupelloser Stratege mit Umsturz-Fantasien. 

Es begann mit David Camerons Wahlversprechen, die Briten entscheiden zu lassen, ob das Land aus der Europäischen Union ausscheiden soll: das Brexit-Drama. Über drei Jahre nach dem "Leave"-Votum ist der EU-Austritt noch immer nicht vollzogen. Für alle, die den Überblick verloren haben, eine Chronologie der wichtigsten Ereignisse.

Dabei verwies Staatssekretär Jo Johnson auf einen persönlichen Konflikt zwischen Familie und Staat.

Die Gegner eines ungeordneten EU-Austritts haben Premierminister Boris Johnson eine empfindliche Niederlage zugefügt.

Die Regierung Großbritanniens hat ihre Bemühungen ein Gesetz gegen den No-Deal-Brexit zu verhindern aufgegeben. Einem Medienbericht zufolge einigten sich Regierung und Opposition am frühen Donnerstagmorgen. Das Gesetz könnte damit noch in dieser Woche in Kraft treten. 

Die Entscheidung, seine Gegner aus der Fraktion zu werfen, fällt Boris Johnson auf die Füße. Der Unmut über den britischen Premier und seinen Berater Dominic Cummings wächst. Beim Gesetz gegen den No-Deal-Brexit gibt die Regierung klein bei.

Hinter Großbritanniens Premier Boris Johnson und den Abgeordneten des britischen Unterhauses liegt ein dramatischer Abend. Doch ausruhen ist nicht: Am heutigen Mittwoch geht das Ringen um den EU-Austritt weiter. Was war? Was kommt? Ein Überblick im Brexit-Chaos. 

Eine Klage von mehreren schottischen Abgeordneten gegen die Zwangspause des britischen Parlaments ist abgelehnt worden. Das geht aus einem Medienbericht hervor, demzufolge das oberste Zivilgericht Schottlands der Klage eine Abfuhr erteilte. 

Mit einer Aktion hat ein Abgeordneter im britischen Parlament für Unmut gesorgt. Während einer Brexit-Debatte legte er sich demonstrativ hin und machte ein Nickerchen.

Premierminister Boris Johnson kassiert in der Dringlichkeitssitzung zum 2016 per Volksabstimmung beschlossenen Ausstieg der Briten aus der EU eine schwere Niederlage. Ein Parteikollege wechselt während der Debatte demonstrativ die Seiten.

Die erste Hürde auf dem Weg zu einem Gesetz gegen einen ungeordneten EU-Austritt haben die Gegner eines No-Deal-Brexits genommen. Sollten sie die Abstimmung am Abend gewinnen, will die Regierung eine Neuwahl herbeiführen. Ob das gelingt, ist aber nicht gewiss.

Schlappe für Boris Johnson vor der Dringlichkeitssitzung im britischen Parlament: Der Premier verliert seine absolute Mehrheit - weil einer seiner Abgeordneten die Fraktion wechselt.

Im britischen Unterhaus steht am Nachmittag die erste Sitzung nach der Sommerpause an. Zu erwarten sind dramatische Debatten über den Brexit - und am Ende womöglich dramatische Ereignisse. Die Szenarien. 

Premierminister Boris Johnson beteuert, keine Neuwahl zu wollen. Gleichzeitig heißt es in Regierungskreisen, er werde genau das anstreben, sollte er die Auseinandersetzung um den No-Deal im Parlament verlieren.

Vier Männer und eine Frau entscheiden maßgeblich über die Zukunft Großbritanniens.

Die britische Regierung will im Fall einer Niederlage im Parlament beim Ringen um einen No-Deal-Brexit in dieser Woche eine Neuwahl herbeiführen.

Im britischen Parlament steht eine erbitterte Machtprobe zwischen der Regierung von Premierminister Boris Johnson und den Gegnern eines ungeregelten EU-Austritts bevor.

Die Chancen auf einen geregelten Brexit sinken. Dieser Meinung ist EU-Chefunterhändler Michel Barnier. Ein ungeordneter Austritt Großbritanniens sei laut seiner Meinung kaum mehr zu verhindern: "Für Großbritannien kommt jetzt ein Moment der Wahrheit."

Der britische Premierminister Boris Johns will bei den Brexit-Verhandlungen mit der EU mehr „Tempo“ machen. Um bis zum Stichtag des EU-Austritts Großbritannien zu einer Einigung zu kommen, sollen sich Unterhändler beider Seiten mehrfach pro Woche zu Gesprächen treffen.

Mittels einer Zwangspause für das Parlament hat der britische Premierminister Boris Johnson die Möglichkeiten der Abgeordneten, einen No-Deal-Brexit zu verhindern, stark eingeschränkt. Nicht nur in England hat Johnson damit für scharfe Kritik gesorgt. Auch die internationale Presse sieht in dem Schritt ein gefährliches Manöver. 

Anders als die meisten Staaten hat Großbritannien eine weitgehend ungeschriebene Verfassung. Vieles basiert auf Gewohnheitsrecht. Das funktioniert, solange sich alle an die Spielregeln halten. Mit der Parlamentsschließung mitten im Brexit-Streit schießt Premier Boris Johnson quer. Der Beginn einer gefährlichen Entwicklung? 

Regierungschef Johnson hat die No-Deal-Gegner im Parlament mit dem umstrittenen Schritt überrascht. Die Möglichkeiten der Abgeordneten, einen Chaos-Brexit zu verhindern, sind damit stark eingeschränkt.

Boris Johnson geht einen heiklen Schritt: Er schickt das Parlament in eine Zwangspause, um den EU-Austritt Großbritanniens am 31. Oktober auch ohne Abkommen durchziehen zu können. Den Gegnern eines No-Deal-Brexits läuft die Zeit davon. 

Gegen den Schritt regte sich massiver Widerstand in der Opposition und selbst in den Reihen von Johnsons konservativer Partei.

Boris Johnson macht Ernst mit seiner Drohung, das Unterhaus auszuhebeln. Er lässt das Parlament vor dem Brexit-Termin am 31. Oktober vorübergehend schließen, wohl, um den Austritt Großbritanniens aus der EU auch ohne Abkommen durchziehen zu können. 

Die Opposition in Großbritannien geht weiter gegen einen No-Deal-Brexit vor. Kurz vor dem Ende der Sommerpause des britischen Parlaments strebt Labour-Chef Jeremy Corbyn mit anderen Abgeordneten einen Misstrauensantrag gegen Premierminister Boris Johnson an.