Die deutsche Autoindustrie ist US-Präsident Donald Trump weiterhin ein Dorn im Auge. Das bestätigte auch der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz nach einem Treffen in Washington. "Auf Deutschland hat er es anscheinend besonders abgesehen", sagte Kurz.

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Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz ist am Mittwoch von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus empfangen worden. Kurz wollte sich um eine Verbesserung der Atmosphäre im Handelsstreit zwischen den USA und der EU bemühen.

Aktuell geht es dabei um mögliche US-Autozölle, die Hersteller aus Europa - vor allem auch aus Deutschland - empfindlich treffen könnten.

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Kurz: Trump hat Deutschland im Visier

Erfolge konnte Kurz offenbar keine erzielen. Nach dem Treffen mit Trump sagte der österreichische Bundeskanzler bei "ZIB 2" im ORF, dass die Positionen der EU und den USA noch immer "weit auseinander" seien.

Trump beharre weiterhin auf US-Autozöllen, die er einzuführen gedenkt. Diese würden vor allem die deutsche Autoindustrie treffen. "Auf Deutschland hat er es anscheinend besonders abgesehen", so Kurz.

Trump will "Nord Stream 2" verhindern

Der US-Präsident und der österreichische Bundeskanzler sprachen auch über das von den USA bekämpfte deutsch-russische Pipelineprojekt "Nord Stream 2". Trump sei der Auffassung, dass die EU lieber Flüssiggas aus den USA importieren sollte.

Diesem Wunsch erteilte Kurz aber eine Absage. Die EU sei zwar offen dafür, russisches Gas sei derzeit aber günstiger und dadurch "attraktiver". Als ehemaliger Geschäftsmann würde Trump diese Position bestimmt verstehen, so Kurz.

Kein Deal würde Einführung von Zöllen bedeuten

Vor dem Gespräch sagte Trump, er sei weiter an einer Einigung mit der EU interessiert. Ein Bericht des Handelsministeriums, der zu der Auffassung gelangt, dass die Autoimporte aus Europa eine Gefahr für die Nationale Sicherheit der USA darstellen, müsse dem nicht zwangsläufig im Wege stehen.

"Wenn wir keinen Deal machen, dann kommt es zu den Zöllen", betonte Trump. (am/dpa)

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