Europa streitet über den richtigen Umgang mit Migranten. Donald Trump glaubt, die Lösung längst zu kennen: Baut doch eine Mauer, soll er dem spanischen Außenminister Josep Borrell vorgeschlagen haben. Dabei offenbarten sich einmal mehr seine miesen Kenntnisse in Geografie.

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Donald Trump glaubt, sein geplanter Grenzzaun zur Abwehr von Migranten aus Mexiko sei auch ein Modell für Europa. Der US-Präsident soll dem spanischen Außenminister Josep Borrell empfohlen haben: Baut doch einfach eine Mauer in der Sahara.

Das berichten mehrere spanische Medien, darunter die renommierte Zeitung "El Pais", unter Berufung auf Borrell. Er habe die Anekdote bei einem Abendessen der spanischen Organisation Club Siglo XXI erzählt.

Trump kontert Einwand Borrells lapidar

Borrell soll Trump erklärt haben, dass es auf die Frage, wie Europa mit Flüchtlingen umzugehen habe, keine einfache Antwort gebe, und Europa nicht mal eben auf fremdem Boden eine Mauer errichten könne. Darauf habe Trump entgegnet: "Die Sahara-Grenze kann nicht größer sein als die Grenze zu Mexiko."

Nicht nur, dass der Vorschlag absurd ist, auch die Aussage ist falsch. Die Sahara dehnt sich westöstlich rund 5.000 Kilometer aus. Die Grenze zwischen den USA und Mexiko ist rund 3.000 Kilometer lang.

Doch verglichen mit anderen Geografie-Fehltritten Trumps erscheint dieser harmlos. Schließlich hatte er Paris einst in Deutschland verortet und bei einer Wahlkampfrede 2016 von der "Stadt Belgien" geschwärmt, wie die "Welt" damals berichtete.

Wann Josep Borrell und Donald Trump besagtes Gespräch geführt haben, sagte der spanische Außenminister nicht. Allzu lange dürfte es jedoch nicht zurückliegen: Borrell ist erst seit Juni im Amt. (mcf)

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