Saudi-Arabien

Hauptsache Kasse machen. Anthony Joshua hat sich für seinen Rückkampf gegen Weltmeister Andy Ruiz Saudi-Arabien als Kampfort ausgesucht. Politischer Status und Menschenrechtsverletzungen spielen offenbar keine Rolle, wenn die Saudis ihre Petrodollars regnen lassen.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag steigen Anthony Joshua und Andy Ruiz erneut in den Ring: Der Brite will seine WM-Titel nach einer überraschenden Niederlage im Juni zurück. Wo wird der Fight übertragen? Wann geht es los? Alle Informationen zum Box-Kampf zwischen Joshua und Ruiz in der Übersicht.

Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat ein faktisches Exportverbot für Lastwagen eines Rüstungsunternehmen nach Saudi-Arabien aufgehoben.

Geburtsstunde des islamischen Terrors: Dieser Deal gilt als Gründungsmythos des weltweiten Terrors.

Die UN-Sonderermittlerin Agnès Callamard hat Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der "Komplizenschaft" mit Saudi-Arabien bezichtigt. Die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten hätten den Kronprinzen Mohammed bin Salman bei ihrem Gipfel in Osaka hofiert.

Zwei frühere Twitter-Mitarbeiter haben dem US-Justizministerium zufolge für Saudi-Arabien spioniert.

Haben Menschen dank Insiderinformationen aus der US-Regierung oder gar von Präsident Trump persönlich an der Börse unlauter Milliardengewinne gemacht, wie Recherchen des US-Magazins "Vanitiy Fair" nahelegen? Das Timing und das Volumen der Geschäfte ist zumindest verdächtig. Demokratische Senatoren sind alarmiert. 

Familienmitglieder im engsten Beraterteam, Geschäftsbeziehungen in problematische Länder und die eigenen Kinder als Quasi-Diplomaten: Während Trump mit dem Finger auf die Bidens zeigt und Korruptions-, Klüngel- und Vetternwirtschaftsvorwürfe austeilt, zeigt sich bei einem genauen Blick: Auch er selbst und seine Familie sind nicht frei von Interessenskonflikten.

Eine Wohltätigkeitsstiftung in Katar unterstützt europäische Muslime – mit Vorliebe Anhänger der konservativen Muslimbruderschaft. Das zeigen Dokumente, die ein anonymer Whistleblower Journalisten zukommen ließ. Unterwandert das steinreiche Königreich systematisch den europäischen Islam? Eine Berliner Islamwissenschaftlerin warnt vor Alarmismus.

Zwischenfälle mit Tankern hatten den Konflikt zwischen dem Iran und mehreren westlichen Staaten angeheizt. Nun meldet Teheran eine Explosion auf einem Öltanker vor der Küste Saudi-Arabiens. Die Details dazu sind zu Beginn so nebulös wie bei vergangenen Vorfällen.

Obwohl die GroKo die Richtlinien für Rüstungsexporte verschärft und einen Exportstopp gegen den ehemaligen Top-Kunden Saudi-Arabien verhängt hat, steigen die Ausfuhrgenehmigungen für Kriegsgerät. Gewinne seien der Regierung wichtiger als Frieden, kritisieren die Grünen.

Ein Jahr ist es her, dass der Journalist Jamal Khashoggi ins saudische Konsulat in Istanbul ging und nicht mehr herauskam. Er wurde ermordet. Für Saudi-Arabien gibt es praktisch keine Konsequenzen. Deutschland steht mit seinen Sanktionen weitgehend alleine da.

Urlaub in Saudi-Arabien? Das erzkonservative Land möchte ausländische Touristen anlocken, die künftig ein Visum für eine relativ geringe Gebühr direkt am Flughafen erhalten können. Ob das Königreich damit zu einem Traumziel wird, darf allerdings bezweifelt werden. Denn vor allem für Frauen gelten nach wie vor sehr strenge Regeln.

Verantwortlich, aber nicht schuldig? Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman spricht über die Ermordung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi. Er übernimmt Verantwortung, will von dem Verbrechen aber nichts gewusst haben.

ls Reaktion auf die Angriffe auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien schicken die USA etwa 200 Soldaten in das Land.

Die Angriffe auf die saudischen Ölanlagen Mitte September werfen weiter Fragen auf. Zwar spricht einiges dafür, dass der Iran dahintersteckt, doch sind der Öffentlichkeit bisher nur wenige gesicherte Informationen bekannt. Was wir wissen und was nicht.

Als US-Präsident Donald Trump vor zwei Jahren erstmals vor die UN-Vollversammlung trat, drohte er Nordkorea noch die totale Zerstörung an, Machthaber Kim Jong Un verspottete er als "Raketenmann". Inzwischen ist der Konflikt mit Nordkorea aus dem Fokus geraten. Dafür droht nun ein Krieg mit dem Iran.

Der Konflikt mit dem Iran droht zum Krieg zu eskalieren. Mit Spannung ist die Rede von US-Präsident Trump bei den UN erwartet worden. Trump schlägt dabei über weite Strecken erstaunlich moderate Töne an. Die Europäer sind es, die die Gangart gegenüber Teheran verschärfen.

Nach den Angriffen auf saudische Ölanlagen legte sich US-Außenminister Pompeo erstaunlich schnell fest: Er machte den Iran dafür verantwortlich. Nun folgen ihm in dieser Bewertung auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Washington scheint eine militärische Eskalation vermeiden zu wollen. Die USA üben anderweitig Druck aus. Aus Teheran kommen unterdessen Friedensangebote und schrille Warnungen.

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hält einen Krieg mit den USA möglicherweise für nicht vermeidbar. Das sagte er in einem Interview des amerikanischen Senders CBS.

Die USA bemühen sich nach Aussage ihrer Regierung um Befriedung des Nahen Ostens. Gleichzeitig aber verlegt Präsident Donald Trump neue Truppen in die Region. Der Iran droht deshalb mit der Vernichtung Israels.

Der Raketenangriff auf Ölanlagen trifft Saudi-Arabien nicht nur militärisch. Der wirtschaftliche Schaden ist größer als geahnt, denn der Ölkonzern Aramco steht vor dem Börsengang.