• Romain Grosjean ist nicht kleinzukriegen.
  • Der Franzose will nach seinem Horror-Unfall in Bahrain bereits in Abu Dhabi wieder fahren.
  • Es könnte sein letztes Formel-1-Rennen sein.

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Romain Grosjean erholt sich nach eigenen Angaben weiter "gut" von seinem fürchterlichen Unfall am vergangenen Sonntag in Bahrain. Gegenüber den französischen TV-Sendern "TF1" und "LCI" sprach er am Dienstag erstmals über den Vorfall und schilderte, dass er dreimal versucht habe, aus dem in Flammen stehenden Auto-Wrack zu entkommen, bis er sich schließlich befreien konnte.

Er habe während seines Überlebenskampfes an den Feuer-Unfall von Formel-1-Legende Niki Lauda 1976 denken müssen. "Ich hatte am meisten Angst für meine Angehörigen, für meine Kinder in erster Linie, aber auch für meinen Vater und meine Mutter, ich hatte wirklich nicht Angst um mich", sagte er.

Grosjean: "Ich habe den Tod kommen sehen"

"Ich habe den Tod kommen sehen", sagte er weiter, "ich hatte keine andere Möglichkeit, als da herauszukommen." Trotz der dramatischen Bilder will der Franzose beim letzten Saisonrennen in Abu Dhabi am 13. Dezember wieder für Haas an den Start gehen.

"Er hat gesagt, er will unbedingt fahren. Das ist sein Ziel", sagte Teamchef Günther Steiner am Dienstag in einer Video-Konferenz und bestätigte, dass Grosjean eine weitere Nacht im Krankenhaus verbringen wird. Der Heilungsprozess beim 34 Jahre alten Formel-1-Piloten verlaufe aber wie geplant.

Formel-1-Abschied für Grosjean?

Grosjean selbst postete in den sozialen Netzwerken ein Bild aus dem Krankenhaus, auf dem er bereits wieder eine Fitness-Übung absolviert. Seine verbrannten Hände sind dabei dick bandagiert.

Sein Vertrag beim amerikanischen Rennstall läuft aus, Abu Dhabi wäre vermutlich Grosjeans letzte Chance für einen Formel-1-Einsatz. Zumal Haas mit dem 21 Jahre alten Russen Nikita Mazepin am Dienstag einen Fahrer für die kommende Saison bestätigt hat und mit Mick Schumacher - der seit Wochen intensiv mit Haas in Verbindung gebracht wird - der zweite Pilot in den Startlöchern stehen könnte.

Am kommenden Sonntag in Bahrain wird Grosjean durch Pietro Fittipaldi, Enkel des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi, ersetzt.

Grosjean übersteht Horror-Unfall nahezu unbeschadet

Zunächst hatte es geheißen, Grosjean könnte das Krankenhaus am Dienstag bereits verlassen, nachdem er einen der schlimmsten Unfälle der jüngeren Formel-1-Geschichte nahezu unbeschadet überstanden hatte: Sein Bolide war in der ersten Runde des Großen Preises von Bahrain mit mehr als 220 km/h in eine Leitplanke eingeschlagen.

In Folge des Aufpralls wurde der Wagen in zwei Teile zerrissen und brannte lichterloh. Grosjean konnte sich wie durch ein Wunder nach 26 Sekunden im Feuer aus eigener Kraft aus dem Wrack befreien. (msc/afp/dpa)

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