Der Hamburger SV rettet trotz langer Unterzahl und Rückstand einen Punkt in Kiel, Stuttgart blamiert sich beim VfL Osnabrück, Sandhausen feiert späten Siegtreffer gegen Fürth - die Samstagsspiele der 2. Bundesliga im Überblick.

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Holstein Kiel - Hamburger SV 1:1 (1:0)

Der Niederländer Timo Letschert hat den Hamburger SV vor einer bösen Überraschung im Nordderby in der 2. Bundesliga bei Holstein Kiel bewahrt. Der eingewechselte Abwehrspieler rettete am Samstag mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zum 1:1 (0:1)-Endstand wenigstens noch einen Punkt. Er belohnte damit die Gäste für eine starke kämpferische Leistung.

Die Hamburger hatten nach der Roten Karte für Bakery Jatta (26.) mehr als 60 Minuten in Unterzahl spielen müssen. Vor 15.034 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion hatte Janni Serra in der 44. Minute die Gastgeber in Führung gebracht.

Der HSV muss nach dem fünften Spiel in der Fremde ohne Erfolg allerdings um seine Tabellenführung fürchten. Schon am Sonntag kann Arminia Bielefeld mit einem Erfolg beim 1. FC Nürnberg vorbeiziehen.

Die Hamburger setzten von Beginn an die Kieler unter Druck und hätten schon früh durch Sonny Kittel (2.) in Front gehen können. Die Kieler verlegten sich aufs Kontern. Auch nach Jattas Platzverweis veränderte sich das Spielgeschehen zunächst kaum. Kiels Serra nutzte dann eine Fehlerkette in der HSV-Defensive zu seinem dritten Saisontreffer. Die Hamburger hatten auch nach dem Wechsel ein spielerisches Übergewicht. Aber die Gäste kamen kaum gefährlich vor das Tor der cleveren Kieler - bis zur Nachspielzeit: Nach einem Eckball gelang Letschert doch noch der gerechte Lohn für die HSV-Bemühungen.

VfL Osnabrück - VfB Stuttgart 1:0 (1:0)

Der VfB Stuttgart hat auch gegen Aufsteiger VfL Osnabrück verloren und den Anschluss an die Tabellenspitze verpasst. Für den VfB war es bereits die vierte Niederlage aus den vergangenen fünf Ligaspielen. Durch das Remis des Hamburger SV gegen Kiel hat der Bundesliga-Absteiger als Dritter nun drei Punkte Rückstand auf Rang eins.

Marcos Alvarez traf am Samstag vor 15.801 Zuschauern bereits in der 4. Minute zur Führung für die Osnabrücker, die damit eine Serie von zuletzt sechs Spielen ohne Sieg beendeten und ins Mittelfeld der Tabelle kletterten.

Stuttgart war vor allem in der zweiten Halbzeit das klar bessere Team und hatte zahlreiche Chancen. Aber selbst mit den vier Stürmern Nicólas González, Hamadi Al Ghaddioui, Silas Wamangituka und am Ende auch noch Mario Gomez auf dem Platz gelang kein Tor. VfL-Torwart Phillip Kühn hielt zudem stark und ermöglichte Osnabrück den Sieg vor der Länderspielpause.

SV Sandhausen - SpVgg Greuther Fürth 3:2 (1:1)

Der SV Sandhausen hat mit großer Moral und dank eines späten Joker-Tores von Aziz Bouhaddouz die SpVgg Greuther Fürth in der 2. Bundesliga besiegt. Den Gästen reichte am Samstag eine zweimalige Führung durch Julian Green (14. Minute) und Branimir Hrgota (52.) am Ende beim 2:3 (1:1) nicht mal zu einem Punktgewinn.

Für Sandhausen glich der herausragende Stürmer Kevin Behrens mit einem Foulelfmeter (45.+1) und einem Kopfball (64.) zweimal aus. In der Nachspielzeit schlug dann Bouhaddouz zu. Kurz zuvor konnte Fürths Torwart Sascha Burchert mit einer Parade einen Kopfball des eingewechselten Sandhäuser Angreifers noch an den Pfosten lenken.

Beide Tore vor der Pause entsprangen unnötigen Foulspielen. Green schoss bei seinem Freistoß wuchtig um die schlecht postierte Mauer der Gastgeber herum. Torwart Martin Fraisl machte keine gute Figur. Green war es aber auch, der mit einem ungeschickten Verhalten im Zweikampf mit Julius Biada den Elfmeter zum 1:1 verursachte. Behrens verwandelte sicher. Vorher hatte er eine Kopfballchance vergeben.

Einen schönen Angriffszug über Green und Havard Nielsen vollendete Hrgota mit einem Flachschuss zur erneuten Fürther Führung. Behrens konnten die Gäste aber zu keinem Zeitpunkt stoppen: Eine Ecke köpfte der SVS-Angreifer ins Tor. Dann kam das große Finale mit Bouhaddouz.

Gleiche Bezahlung der männlichen und weiblichen Nationalmannschaft

Die Fußballerinnen in Australien bekommen bald den gleichen Anteil wie männliche Nationalspieler von den Werbeeinnahmen und Prämien des Verbandes.