WM-Held geht von Bord: André Schürrle verkündet mit 29 Jahren Karriere-Ende

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In Mainz begann er seine Laufbahn als Profi-Fußballer, bei Chelsea wurde er zum Star und 2014 schließlich zum deutschen WM-Helden. Nun hat André Schürrle seine Karriere im Alter von nur 29 Jahren beendet. Ein Rückblick. © top.de

Ein Foto aus dem August 2007, der Beginn einer Profi-Karriere: André Schürrle (l.) bei einem U19-Junioren-Spiel des 1. FSV Mainz 05.
Im Sommer 2009 absolvierte Schürrle sein erstes Bundesliga-Spiel für den FSV Mainz, nachdem er dort aus der Jugend aufgerückt war. Für die 05er spielte er bis 2011.
Der Offensivspieler schaffte es auch in die U19-Nationalmannschaft – hier im März 2009 bei einem Freundschaftsspiel gegen Finnland.
2011 wechselte der gebürtige Ludwigshafener aus Mainz zu Bayer Leverkusen.
Nachdem er bei "Werkself" aufdrehte, wechselte Schürrle 2013 in die Premier League. Genauer gesagt zum FC Chelsea. Ein Jahr später folgte das Highlight seiner Karriere ...
... als er am 13. Juli 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien Weltmeister wurde. Erinnern Sie sich noch? Das Finale gegen Argentinien ging in die Verlängerung, dann kam die 113. Spielminute, ...
... in der Schürrle den entscheidenden Treffer zum 1:0-Endstand von Mario Götze (vorne) vorbereitete.
Im Frühjahr nach der WM ging es für Schürrle in London nicht weiter. Es folgte die Rückkehr in die Bundesliga. Die Dienste des Weltmeisters waren dem VfL Wolfsburg 32 Millionen Euro wert.
Beim VW-Klub sollte Schürrle aber nicht lange bleiben: Im Sommer 2016 wechselte der heutige Familienvater zu Borussia Dortmund. Der BVB überwies 30 Millionen Euro an den VfL. Ein Minusgeschäft für die Schwarz-Gelben, wie sich in den Folgejahren herausstellen sollte.
In zwei Saisons im BVB-Trikot konnte der Angreifer die Erwartungen an seine Person nicht erfüllen. In wettbewerbsübergreifend 51 Einsätzen kam er auf lediglich acht Tore - weshalb die Dortmunder ihn an den FC Fulham verliehen. Doch auch bei seinem erneuten Engagement in England fand Schürrle sein Glück nicht wieder: Mit den Londonern stieg er ab aus der Premier League. Und damit ging es für ihn weiter ...
... nach Russland. 2019/2020 spielte Schürrle für Spartak Moskau - erneut auf Leihbasis. Einen langfristigen Vertrag legte der russische Erstligist dem Rechtsfuß aber nicht vor. Mit dem Ende bei Spartak endet für Schürrle nun auch seine Karriere, wie er am Freitag bekannt gab, ...
... denn nach der Vertragsauflösung mit Borussia Dortmund hat Schürrle genug vom Profi-Geschäft. "Die Entscheidung ist lange in mir gereift", erklärte er im Gespräch mit dem "Spiegel". Er sei oft einsam gewesen, gerade als "die Tiefen immer tiefer wurden und die Höhepunkte immer weniger". Nun genießt er erst einmal die Zeit mit seiner Frau (rechts) und seiner Tochter.