Hertha BSC räumt in der sportlichen Führung weiter auf. Nach der Entlassung von Sportdirektor Fredi Bobic müssen auch der Kader-Planer und zwei Chef-Scouts gehen. Der Verein nennt mehrere Gründe für diese Schritte.

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Hertha BSC hat sich knapp zwei Monate nach der Ablösung von Geschäftsführer Fredi Bobic nun auch von Kader-Planer Dirk Dufner getrennt.

Auch Chef-Scout Babacar Wane und Johannes Waigand aus dem Kader-Management wurden vom Berliner Klub am 27. März freigestellt.

Herthas Geschäftsführer spricht unter anderem von "Sanierung"

"Diese Entscheidungen wurden im Rahmen unserer Maßnahmen zur Restrukturierung, Sanierung und wirtschaftlichen Konsolidierung getroffen. Ansonsten bitte ich - wie auch in den anderen zurückliegenden Fällen - um Verständnis, dass wir uns dazu nicht weiter äußern möchten", sagte Geschäftsführer Thomas Herrich am Montagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten der rbb und die "Bild"-Zeitung über die Personalien berichtet.

Das Trio gehörte zum Kreis der Vertrauten des ehemaligen Sport-Geschäftsführers Bobic, der Ende Januar von seinen Aufgaben entbunden worden war. Mit dem 51-Jährigen mussten auch der Technische Direktor Sebastian Zelichowski und Teammanager Thomas Westphal gehen. Gegen die später erfolgte außerordentliche Kündigung wehrt sich Bobic vor Gericht. Eine Entscheidung steht noch aus.

Fredi Bobic kannte Dirk Dufner aus Hannover

Bobic hatte Dufner im Sommer 2021 nach Berlin geholt. Beide hatten einige Jahre zuvor schon bei Hannover 96 zusammengearbeitet. Mit Wane verband Bobic eine gemeinsame Zeit bei Eintracht Frankfurt, auch Waigand hatte der ehemalige Hertha-Sportchef eingestellt.

Hertha BSC vollzieht angesichts einer angespannten finanziellen Lage einen Sparkurs. Im März 2023 war 777 Partners als neuer Geldgeber vorgestellt worden. 100 Millionen Euro will das amerikanische Unternehmen in den Berliner Klub investieren, vornehmlich um die ökonomische Situation zu stabilisieren. In der Bundesliga kämpft die Hertha wie in den vergangenen beiden Spielzeiten gegen den Abstieg. (dpa/hau)

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