Nach Unstimmigkeiten wegen seiner Knieverletzung sieht Stürmer Ishak Belfodil keine Zukunft mehr beim Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim. Im Gegenteil: Er macht dem Verein schwere Vorwürfe.

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"Ich habe kein Vertrauen mehr": Hoffenheim-Stürmer Ishak Belfodil ist enttäuscht von seinem Verein. Mehr noch: "Es besteht für mich keine Basis mehr für eine erfolgreiche Zusammenarbeit", sagte der Algerier der "Bild"-Zeitung.

Hintergrund ist Belfodils im Mai 2019 erlittene Kreuzbandverletzung. Der 27-Jährige behauptet, die Hoffenheimer Vereinsärzte hätten die Schwere seiner Verletzung nicht erkannt.

Nach seiner Verletzung war Belfodil zunächst konservativ behandelt worden und an den ersten fünf Spieltagen der laufenden Saison zum Einsatz gekommen. Erst Mitte Oktober wurde er doch operiert.

Belfodil: "Man hat meine Karriere aufs Spiel gesetzt"

Er habe am Anfang der Saison "ziemlich schnell gemerkt, dass abrupte Richtungswechsel schwierig waren. Ich konnte mit links nicht schießen", sagte Belfodil.

Es sei von Klubseite Druck ausgeübt worden, auf eine Operation zu verzichten. "Ich kann von Glück reden, dass nicht noch mehr kaputtging. Man hat meine Karriere leichtsinnig aufs Spiel gesetzt," wetterte Belfodil im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung.

Nach seiner Operation kehrte Belfodil noch einmal nach Hoffenheim zurück: "Als ich die Klinik verlassen habe, war ich drei Tage zur Behandlung in Hoffenheim." Aber weder der Trainer noch jemand von der Vereinsführung habe ihn begrüßt oder nach ihm gefragt. "Ich wollte nicht weiter stören und habe mich nach Paris zu meinen Vertrauensärzten abgesetzt."

1899-Manager Alexander Rosen dementiert die Vorwürfe: "Alle medizinischen Behandlungsschritte wurden gemäß höchsten medizinischen Standards wie bei jeder Verletzung eines unserer Spieler einvernehmlich und eng abgestimmt mit Ishak angewendet."

Belfodil war 2018 von Werder Bremen gekommen und steht bei der TSG noch bis 2022 unter Vertrag. In der vergangenen Saison schoss er 16 Bundesligatore für die Kraichgauer. (lh/dpa)

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