Im Januar 1994 sorgt das "Eisenstangen-Attentat" auf Nancy Kerrigan weltweit für Schlagzeilen. Die Eiskunstläuferin erlitt damals schwere Verletzungen an den Knien. Hinter der Attacke steckte ihre Rivalin, Tonya Harding. Nun erscheint ein Film über den Eislauf-Skandal. Kurz vor seiner Ausstrahlung spricht Harding erstmals im Interview darüber.

Die Eiskunstläuferin Nancy Kerrigan wurde im Januar 1994 bei einer Attacke an den Knien schwer verletzt.

Der hinterhältige Angriff kam aus dem Nichts. Ein Mann schlug ihr mit einer Eisenstange gegen die Beine.

Hinter dem Anschlag soll Kerrigans Konkurrentin Tonya Harding gesteckt haben. Ihr Ex-Ehemann, Jeff Gillooly, und Hardings Leibwächter hatten, wie sich später herausstellte, einen jungen Mann mit dem Attentat auf Kerrigan beauftragt.

Das US-Poster zum Film "I, TONYA"

Der damals 22-jährige Shane Shant musste für seine Tat 14 Monate ins Gefängnis. Auch Tonya Harding kam vor Gericht und wurde Mitte März 1994 verurteilt.

Die einst gefeierte Nachwuchssportlerin im Eiskunstlauf musste ihre letzte US-Goldmedaille abgeben und wurde für den Rest ihres Lebens von der amerikanischen Schlittschuh-Gesellschaft verbannt.

"Ich bin immer die schlechte Person"

Der Skandal, der Sportgeschichte schrieb, und das Leben von Tonya Harding kommen nun auf die Leinwand. Kurz vor dem Kinostart von "I, Tonya" (1. März 2018 in Deutschland) spricht Harding in einem exklusiven ABC-Interview über die Ereignisse.

Das etwa zweistündige Spezial wird am 11. Januar ausgestrahlt. In dem Interview mit Amy Robach spricht Harding darüber, wie es war, im Zentrum des Medieninteresses zu sein.

In einem vorab ausgestrahlten Clip beklagt sie sich darüber, dass die Medien sie vorverurteilt hätten. "Ich bin immer die schlechte Person". Harding sehe dies mittlerweile als "Herausforderung des Herrn".

(fab)