• Am Wochenende startet der alpine Ski-Weltcup in eine neue Saison – mit dem Höhepunkt Olympia im Februar.
  • Es gibt zahlreiche Favoritinnen und Favoriten, die auch bei den Olympischen Spielen in Peking auftrumpfen wollen.
  • Aus deutscher Sicht ist vor allem mit den Männern zu rechnen, bei den Damen ist aktuell keine Top-Fahrerin am Start.

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Noch ist der Winter ein Stück weit weg, und doch startet am kommenden Wochenende mit dem alpinen Ski-Weltcup bereits die erste Wintersportdisziplin in die neue Saison.

Traditionell beginnen die Alpinen ihre Saison im österreichischen Sölden, wo auf dem Rettenbachferner um die ersten Weltcup-Punkte gefahren wird. Dabei dürfen sich die Sportlerinnen und Sportler auf etwa 16.000 Fans freuen, nachdem in der vergangenen Saison die Wettbewerbe aufgrund von Corona weitgehend ohne Publikum stattfanden.

Das ganz große Highlight in diesem Winter sind die Olympischen Winterspiele in Peking, die vom 4. Februar bis zum 20. Februar stattfinden. Bis dahin gilt es, sich über die Weltcups das nötige Selbstvertrauen zu holen, um sich dann beim größten Sportereignis der Welt unsterblich zu machen.

Gleich mehrere Kandidaten hoffen bei den Männern auf den großen Medaillen-Coup in der kommenden Saison, die Gesamtweltcup-Wertung wird wohl vorerst eine untergeordnete Rolle spielen. Und doch sind es genau die Sportler, die im Gesamtweltcup auftrumpfen, die auch bei Olympia wohl die größte Chance haben.

Pinturault und Odermatt wohl Favoriten bei den Männern

Top-Favorit dürfte wohl der Franzose Alexis Pinturault sein, der sich in der vergangenen Saison erstmals die "große Kristallkugel" sicherte. Seine Stärken liegen vor allem in den technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom, in der Abfahrt zeigte er dagegen Schwächen.

Sein größter Rivale und ebenfalls ein heißer Kandidat auf den Gesamtweltcup sowie Medaillen bei Olympia ist der Schweizer Marco Odermatt. Mit gerade einmal 24 Jahren gehört er bereits zur absoluten Weltspitze. Er tritt im Slalom nicht an, könnte aber davon profitieren, dass in dieser Saison gleich elf Abfahrten auf dem Plan stehen.

Daneben zählen auch Alexander Aamodt Kilde und Henrik Kristoffersen (beide Norwegen) zum Kreis der Topfavoriten für die kommende Weltcup-Saison.

Auch die deutschen Männer wollen beim Rennen um die ersten drei Plätze ein Wörtchen mitreden. Mit Thomas Dreßen fehlt das Aushängeschild im "Speed-Bereich" aufgrund einer Verletzung, doch mit Andreas Sander und Routinier Romed Baumann gibt es zwei weitere potenzielle "Stockerl"-Fahrer. Im technischen Bereich ruhen die größten Hoffnungen auf Stefan Luitz (Riesenslalom) und Linus Strasser (Slalom), die bereits ihre Siegfähigkeit unter Beweis gestellt haben.

DSV-Frauen ohne Top-Fahrerin

Während die DSV-Herren breit aufgestellt sind, fehlt es im deutschen Damen-Team weiterhin an konstanten Top-Fahrerinnen. Lena Dürr (Slalom, Riesenslalom) und WM-Medaillen-Gewinnerin Kira Weidle (Abfahrt, Super-G) sind hier, auf dem Papier, sicherlich die aussichtsreichsten Kandidatinnen.

Doch in der Weltspitze bei den Damen wird vor allem italienisch und amerikanisch gesprochen. Lara Gut-Behrami aus der italienischen Schweiz muss man vor allem in den Speed-Disziplinen auf der Rechnung haben. Daneben zählt auch Federica Brignone aus Italien zu den Favoritinnen.

Dominiert Mikaela Shiffrin wieder?

Aber über allen anderen Fahrerinnen steht wohl die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, die in der vergangenen Saison, nach dem tragischen Tod ihres Vaters, einige Rennen aussetzte. Findet Shiffrin nach dem Schicksalsschlag ihre Topform der vergangenen Jahre wieder, ist sie schwer zu schlagen, da sie, bis auf die Abfahrt, in sämtlichen Disziplinen in der Lage ist, Siege einzufahren.

Als Gesamtweltcup-Siegerin der letzten Saison gehört auch die Slowakin Petra Vlhova zu den Top-Favoritinnen.

Verwendete Quellen:

  • Chiemgau24.de: Ski alpin: Die Favoriten auf den Gesamtweltcup der Herren
  • Skiweltcup.tv: Nicht nur Mikaela Shiffrin blickt zuversichtlich in die kommende Ski-Weltcup-Saison

"Sonst stirbt Olympia aus": Neureuther für nachhaltige Spiele

Felix Neureuther sieht die Zukunft der Olympischen Spiele gefährdet. Olympia müsse nachhaltiger werden, sagt der ehemalige Ski-Alpin-Star. Mit Blick auf Peking fordert Neureuther beim Problem im Umgang mit Menschenrechten ein Eingreifen der Politik. Vorschaubild: imago images/Eibner/Memmler © ProSiebenSat.1