Sänger Xavier Naidoo fährt nun doch nicht zum Eurovision Song Contest - und meldet sich nach der kurzfristigen Entscheidung des NDR jetzt selbst zu Wort.

Xavier Naidoo hat sich zur Entscheidung des Norddeutschen Rundfunks (NDR) geäußert, ihn nun doch nicht als deutschen Vertreter zum Eurovision Song Contest (ESC) zu schicken:

"Wenn sich nun kurz nach unserer vertraglichen Einigung mit dem NDR und dem Abschluss aller Vorbereitungen die Planungen der ARD durch einseitige Entscheidung geändert haben, dann ist das ok für mich", schreibt Naidoo auf seiner Website.

Seine Leidenschaft für die Musik und sein "Einsatz für Liebe, Freiheit, Toleranz und Miteinander" würden dadurch nicht gebremst.

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Die ARD sei schon vor einigen Monaten auf ihn zugekommen und habe ihn gebeten, im nächsten Jahr für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Stockholm anzutreten. "Das war der alleinige Vorschlag der ARD."

Zusage "nach reichlicher Überlegung"

Naidoo habe "nach reichlicher Überlegung" zugesagt, weil der Wettbewerb für ihn "ein besonderes Ereignis" gewesen wäre.

Der NDR hatte am Samstag seinen Vorschlag zurückgezogen, Naidoo zum ESC zu schicken. Seine Nominierung hatte zuvor für heftige Kritik gesorgt.

Naidoo - Mannheimer mit indischen und afrikanischen Wurzeln - löst immer wieder Diskussionen aus - etwa mit seiner Nähe zu den sogenannten "Reichsbürgern", die Deutschland nicht als souveränen Staat anerkennen. 2011 erklärte er in einem ARD-Interview, Deutschland sei "immer noch ein besetztes Land".

Die Entscheidung der ARD, dass Xavier Naidoo Deutschland beim Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm vertreten soll, stößt auf viel Unverständnis.