Die 14. Folge von "Germany's Next Topmodel" steht unter dem Motto "Duell-Woche". Die Models spielen Tennis und treten auf der Sprintstrecke gegeneinander an. Auf der Tartanbahn ist Lieselotte chancenlos gegen Lena, trotzdem muss das Petite-Curvy-Model am Ende gehen. Währenddessen verschärft sich der Ton in der Model-Villa, es kracht zwischen den Best-Ager-Kandidatinnen.

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Eine Kritik
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Casting. Shooting. Walk. Casting. Shooting. Walk. Besonders abwechslungsreich ist das Konzept von "Germany's Next Topmodel" wirklich nicht. Vielleicht ist das nach 14 Wochen auch den Redakteurinnen und Redakteuren aufgefallen, die für die Inhalte der ProSieben-Castingshow verantwortlich sind. Und dann haben sie sich gedacht: "Hey, heute machen wir mal was ganz anderes! Wir lassen die Models erst Tennis spielen und dann auf der Tartanbahn gegeneinander sprinten." Schließlich sind eine solide Rückhand und ein flotter Antritt absolute Kernkompetenzen für angehende Models.

Das war natürlich nur ein Spaß. Mit dem Model-Job haben beide Sportarten überhaupt nichts zu tun. Tennis gespielt und gesprintet wird am Donnerstagabend trotzdem, weshalb die 14. Folge der aktuellen Staffel von GNTM Erinnerungen an die Bundesjugendspiele weckt. Dazu passend schalten die Kandidatinnen voll in den Wettkampfmodus.

Schließlich sind nur noch acht Anwärterinnen für den Model-Thron übrig. Da wird der Ton schon etwas schärfer, Neid und Missgunst kommen auf. Das zeigt sich, als Noëlla einmal mehr einen Job abräumt und künftig für den Milchkaffee-To-Go posieren darf, der rein zufällig auch Werbepartner von GNTM ist und von den Models immer wieder mal werbewirksam in Großaufnahme geschlürft wird. Vivien ist jedenfalls gar nicht begeistert davon, dass Noëlla ausgewählt wird. "Das muss ich jetzt so hinnehmen", sagt sie und versucht noch nicht mal, sich mit ihrer Kollegin zu freuen.

Best Ager gehen aufeinander los: Zoff zwischen Martina und Lieselotte

Auch die beiden letzten verbliebenen Best-Ager-Models fahren die Krallen aus. "Undankbarkeit ist unattraktiv", sagt Martina und meint damit Lieselotte, der von den anderen Kandidatinnen ja schon häufiger mal eine etwas zu lässige Arbeitseinstellung unterstellt wurde. Auch Lieselotte hat ihr Glück als Kaffee-To-Go-Maskottchen versucht, den Job aber nicht bekommen. Während die Jury mutmaßt, Lieselotte Reznicek habe die Aufgabe nicht so richtig verstanden, sucht die 66-Jährige die Schuld bei einer Graffitiwand, die als Bildhintergrund dienen sollte und die einfach nicht zu ihr gepasst habe. Diese Ausflüchte gefallen Martina gar nicht.

"Wie soll ich das anders interpretieren, als dass du sagst: 'Für diesen Kunden will ich kein Model sein? '", konfrontiert die sichtlich verärgerte Österreicherin ihre Rivalin. "Für mich ist das undankbar und respektlos", schiebt Martina hinterher. "Diese Auslegung von dir finde ich richtig frech, das ist eine richtige Unterstellung", entgegnet Lieselotte und beendet mit einem energischen "Stop!" die Unterhaltung. Freundinnen werden die beiden nicht mehr.

Da passt es eigentlich gut, dass das Motto der Folge "Duell-Woche" lautet. Die Chance, Lieselotte und Martina ihre Unstimmigkeiten auf dem Tennisplatz austragen zu lassen, wird aber vertan. Lieselotte tritt gegen Lena an, Martina gegen Vivien. Natürlich geht es weniger um den Sport, als vielmehr darum, beim Tennis möglichst gut auszusehen. "Tennis-Shootings sind gerade extrem gefragt", flötet Heidi Klum aus dem Off: "Schießt sich heute eines meiner Models selbst ins Aus?"

Die GNTM-Models tun sich schwer beim Tennis

Nicht ins Aus, aber selbst ins Gesicht schießt sich Vivien den Tennisball. Was Heidi Klum ziemlich lustig findet. "I give you ein kleiner Tipp", sagt Gast-Juror und GNTM-Urgestein Thomas Hayo und eilt Vivien zu Hilfe. Mit richtigem Tennis hat das Gezeigte dennoch wenig zu tun. Gegen Martina gewinnt Vivien trotzdem, weil das Best-Ager-Model weder die Bälle besonders gut trifft, noch sonderlich entspannt und gut dabei aussieht.

Bedenkt man, was für spektakuläre Shootings früher bei GNTM stattgefunden haben, wirkt das Tennis-Motiv insgesamt ziemlich langweilig. Von den Fotos sind Klum, Hayo und Fotograf Max Montgomery trotzdem begeistert. Montgomery bescheinigt Noëlla sogar, das beste Model zu sein, das er jemals bei "Germany's Next Topmodel" fotografiert habe. Man könnte die 25-Jährige Berlinerin deshalb zur Favoritin küren, aber gewinnen kann die Show in diesem Jahr eigentlich nur Lieselotte. Denn Lieselotte kann machen, was sie will. Am Ende hat sie immer die Nase vorn.

Lieselotte verliert und wird gelobt

Lieselottes Leistungen am Donnerstag kurz zusammengefasst: Beim Tennis trifft sie die Bälle nicht und steht auf ihrem Kleid. Sie weiß den Vornamen von Thomas Hayo nicht und nennt ihn immer wieder Hayo. Beim Casting verfehlt sie das Thema. Beim Sprintduell mit Lena wird sie um Längen abgehängt. Und wer scheidet am Ende aus? Genau, Lena.

"Du bist die Tartanbahn entlang geschwebt", lobt Thomas Hayo Lieselottes Zeitlupen-Sprint. "Das sah wunderschön aus", ergänzt Heidi Klum: "Ich habe mich heute noch ein Stückchen mehr in dich verliebt. " Lieselotte hat sicherlich den höchsten Unterhaltungsfaktor und es ist beachtlich, was sie mit 66 Jahren leistet. Aber so langsam wird die Vergötterung und Bevorzugung der Best-Ager-Kandidatin doch etwas albern.

Immerhin nimmt Lena ihr Aus relativ locker. Vermutlich war dem Petite-Curvy-Model ohnehin klar, dass sie gegen Lieselotte chancenlos sein würde. Sieben Kandidatinnen sind nun noch übrig, in der nächsten Woche müssen sie in einem Lack-und-Leder-Shooting gegeneinander antreten. Als Cliffhanger sieht man Lieselotte hadern und weinen und Heidi Klum ihren berühmten Satz sagen: "Ich habe kein Foto für dich!". Aber machen wir uns nichts vor. Irgendwie wird die 66-Jährige auch diese Herausforderung überstehen. Nach 14 Wochen "Germany's Next Topmodel" wissen wir alle, wie der Hase läuft.

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