Bereits in Folge zwei zeigt sich, dass RTLZWEI die richtigen Trash-TV-Promis eingepackt hat. Zunächst raucht es zwischen den Neuankömmlingen Eva Benetatou und Giulia Siegel, danach bekommen sich Daniel Schmidt und Serkan Yavuz in die Haare.

Eine Kritik
Diese Kritik stellt die Sicht von Christian Vock dar. Informieren Sie sich, wie unsere Redaktion mit Meinungen in Texten umgeht.

So, der Auftakt ist gemacht, die Sala ein- und die erste Prominente schon wieder ausgeräumt. In Folge Nummer eins durften Sarah Knappik und Daniel Schmidt entscheiden, wer sich als Erster in den Rückreiseverkehr stellen soll. In der engsten Auswahl standen zunächst Paul Janke, Matthias Mangiapane und Serkan Yavuz, weil die eine Abwahl mutmaßlich am besten verkraftet hätten. Doch als sich Multifunktionsbachelor Janke durch ein Spielchen vor einer Hinauswahl hat retten können, entschieden sich Knappik und Schmidt am Ende doch für Ingrid Pavic.

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So weit, so regelkonform. Nur hatten Knappik und Schmidt bei der Urteilsverkündung erwähnt, dass der Plan eigentlich ein anderer war. Das provoziert natürlich Nachfragen bei den Kollegen: "Was wär eigentlich die andere Strategie gewesen?", fragt Serkan Yavuz und wird von Schmidt in allen Einzelheiten aufgeklärt – für Knappik nur nicht ganz korrekt: "Was ich von Daniel nur richtig scheiße fand, war, dass er gesagt hat: 'So, Serkan und Matthias haben wir nominiert.' Da bin ich direkt wie eine Löwin reingegrätscht und hab gesagt: Stopp, das stimmt nicht!"

Sieht man einmal davon ab, dass eine Löwin so eine Diskussion höchstwahrscheinlich gar nicht erst geführt hätte, folgt nun ein verbales Handgemenge über die Deutungshoheit der getroffenen Vereinbarung zwischen Knappik und Schmidt und deren nicht eingetretenen Folgen. Schlussendlich sind alle irgendwie pikiert – ein guter Anfang also, um später an genau dieser Stelle noch einmal anzusetzen. Doch zunächst schickt RTLZWEI ein Boot mit personellem Nachschub an den Strand.

Giulia Siegel ist schon da, bevor sie kommt

Eva Benetatou aus der ehrenwerten Zunft der Influencerinnen will nach "Der Bachelor", "Promi Big Brother" oder "Das Sommerhaus der Stars" für ihr Trash-TV-Show-Sammelalbum nun auch beim "Kampf der Realitystars" mitmischen und bisher unbekannte Facetten von sich zeigen. Hätte sie ja auch mal fragen können, ob das überhaupt jemand will, bevor sie sich die Mühe vielleicht ganz umsonst macht.

Die bisherige Belegschaft reagiert nach den internationalen Regeln der Trash-TV-Etikette. Vorne ein freundliches "Grüß Gott!", im Einzelinterview aber ein "Meine Begeisterung hat sich in Grenzen gehalten." Aber Mangiapane hatte ja auch eben erst "Meinungsverschiedenheiten" mit Benetatou bei einem anderen Format.

Doch weil Meinungsverschiedenheiten manchmal nicht genug Trash-TV sind, hat sich die Produktion für den nächsten Neuankömmling etwas Besonderes einfallen lassen. Giulia Siegel hat sich nicht nur eine durchgehende Zigaretten-Versorgung in den Vertrag schreiben lassen, sie kann auch im Nebengebäude live dabei zusehen, wie ihre Bald-Mitbewohner durch ein Bild von ihr auf ihre Ankunft vorbereitet werden.

Insbesondere das Spiel, bei dem die Promis die Wahrnehmung ihrer eigenen Ehrlichkeit einschätzen müssen, erregt das Siegelsche Interesse, denn Benetatou will hier Siegel in puncto Unehrlichkeit unbedingt auf Platz eins sehen.

Der zu erwartende Streit bleibt nach Ankunft Siegels nicht aus. "Eva, das war uncool, das muss ich echt sagen", muss Siegel das echt sagen und Benetatou wiederum versichert, keine bösen Absichten gehabt, sondern aus Unwissenheit agiert zu haben: "Ich weiß nicht, wie du in der Öffentlichkeit wirklich rüberkommst, weil ich das nicht jeden Tag verfolge. Ich hab leider wirklich keine Sendung von dir gesehen", versetzt Benetatou ausgerechnet der Teilnehmerin mit den meisten Kerben auf dem Trash-TV-Pistolengriff einen fiesen Relevanz-Leberhaken.

Serkan Yavuz und Daniel Schmidt sollen sich nicht anfassen

Was die können, das können wir schon lange, haben sich Yavuz und Schmidt da wohl gedacht. Beim Flaschendrehen sollen die Promis etwas Positives und etwas Negatives übereinander sagen. Da fällt Yavuz doch sofort ein, wie er die Geschichte von vorhin noch einmal aufwärmen kann und er sagt zu Sarah Knappik: "Finde es negativ, dass du dir von Daniel einen Maulkorb hast verpassen lassen."

Schmidt durchschaut das Spiel über Bande sofort und hakt nach: "Wann hat sie von mir 'nen Maulkorb bekommen?" Eine genaue Uhrzeit hat Yavuz nicht zur Hand, nur so ein Gefühl: "Du hast sie schon sehr unterbrochen."

Doch als Schmidt kurz darauf die Diskussion beenden und zu Bett gehen will, ist das für Mangiapane gegen die Berufsehre. "Was seid ihr eigentlich alles für Realitystars? Es steht keiner mehr zu seiner Meinung, was seid ihr denn für Luschen?" Da kommt Schmidt zurück und erhebt den Vorwurf, Knappik habe ihn bei der Hinauswahl manipuliert.

Dabei kommt es zwischen ihm und Serkan erst zu einer "Fass mich nicht an!"-Berührung, dann zu einer "Fass du mich auch nicht an!"-Berührung und zusammen mit der dramatisierenden Hintergrundmusik und Schmidts Blick bekommt man einen Eindruck davon, warum er in der Sala sitzt und nicht der Typ, der ihn laut eigener Erzählung mal mit einem Schlachterbeil in seiner Kneipe angegangen ist.

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Auch wenn dieser Streit unblutig endet, bleibt bei beiden was hängen, wie sich nach dem Safety-Spiel dieser Folge zeigt. Team Serkan, Sarah und Daniel gewinnen das Spiel, dürfen aber nur einen aus dem Team aussuchen, der gesichert ist. Daniel wählt als Wiedergutmachung Serkan, doch der will das nicht so recht annehmen, überredet nun Sarah, sich zu sichern. "Ich hab den Typen einfach so gefressen", gesteht Serkan und Daniel findet es wiederum schade, dass Serkan so bockig reagiert, "um etwas gegen mich zu haben."

Dank Siegel und Benetatou hat Yavuz noch ein bisschen Zeit, etwas gegen Schmidt zu haben, denn die beiden wählen am Ende dieser Folge Daisy Dee aus der Show.

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