Brexit: Alles zum EU-Austritt von Großbritannien

Großbritannien verlässt die EU. Der Brexit könnte zugleich das Ende Großbritanniens in seiner jetzigen Form bedeuten - denn sowohl Schottland als auch Nordirland könnten das politische Bündnis mit England verlassen.

Der Brexit lässt Dax in den Keller rauschen: Die Entscheidung Großbritanniens für einen Ausstieg aus der Europäischen Union hat unmittelbare Auswirkungen auf die Börse in Frankfurt. Der deutsche Leitindex ist am Freitagmorgen um 9,98 Prozent auf 9233,48 Punkte abgesackt.

Der Brexit geht mich doch nichts an! So denken viele Menschen auf dem europäischen Festland. Doch so einfach ist es nicht: Experten rechnen mit erheblichen Einbußen - für jeden von uns. Steigende Preise, weniger Jobs: Die wichtigsten Folgen im Überblick.

Das britische Referendum über einen Verbleib in der EU ist nicht plötzlich auf der politischen Tagesordnung aufgetaucht, sondern das Ergebnis einer Strategie des britischen Premierministers. Dass es überhaupt zum Referendum kam, sei aber auch Schuld einer verfehlten EU-Politik, glaubt indes ein ehemaliger Vize-Präsident der EU-Kommission.

Nigel Farage könnte in dieser Woche seinen größten politischen Erfolg feiern. Etwas, worauf er seit 25 Jahren hinarbeitet: den Brexit, den Austritt Großbritanniens aus der EU. Aber wer ist dieser Nigel Farage eigentlich, der mit seiner UKIP-Partei gegen Europa und Flüchtlinge hetzt?

Der Ausgang der Volksabstimmung am 23. Juni zum sogenannten "Brexit", dem möglichen Austritt der Briten aus der Europäischen Union, gilt als völlig offen. Kurz vor dem Referendum liegen Befürworter und Gegner nah beieinander. Ein Brexit dürfte schwerwiegende politische und wirtschaftliche Folgen haben. Der Politikberater Prof. Werner Weidenfeld prognostiziert erhebliche Konsequenzen.

An diesem Donnerstag stimmen die Briten über den Verbleib in der EU ab. Glaubt man den Thesen der Brexit-Befürworter wäre Großbritannien nach dem Austritt eigenständiger und wirtschaftlich erfolgreicher und könnte gleichzeitig die meisten Vorteile der EU weiternutzen. Die Fakten sehen anders aus.

Am 23. Juni stimmen die Briten über den Verbleib in der Europäischen Union ab. Die Folgen eines sogenannten "Brexits" könnten dramatische Ausmaße annehmen, behaupten Experten. Für Großbritannien, die Europäische Union - und auch für Deutschland.

Griechenlandkrise, Flüchtlingswelle, drohender Brexit und nun das Nein der Niederländer zum Abkommen mit der Ukraine: Die Europäische Union scheint immer weiter auseinander zu driften. Wird 2016 zum Schicksalsjahr für die Union?

Der Ökonom und frühere Präsidentenberater Jacques Attali hat in einem Interview ein beängstigendes Szenario entworfen: Wenn die Spannungen in der EU anhielten, seien langfristig auch wieder Kriege in Europa denkbar. Konkret nennt Attali Deutschland gegen Frankreich. Ist das hysterischer Alarmismus oder tatsächlich ein ernst zu nehmender Weckruf?

Die Verhandlungen über EU-Reformen für Großbritannien werden zur Hängepartie. Beim Gipfel in Brüssel ringen die EU-Chefs um Details. Nun zeigt Griechenland die gelbe Karte: Athen macht die Zustimmung zu einem "Brexit"-Kompromiss von Zusicherungen in der Flüchtlingskrise abhängig.

In Brüssel kommen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zusammen. Doch von einer wirklichen Union ist derzeit wenig zu spüren: Die Gemeinschaft der 28 ist tief gespalten – vor allem in der Flüchtlingsfrage.

Am Donnerstag beginnt der EU-Gipfel. Vor allem die Flüchtlingskrise wird eines der Hauptthemen sein. Vor dem Krisengipfel in Brüssel hat Angela Merkel eine Regierungserklärung abgegeben.

Der britische Premier David Cameron will eine EU-Reform, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande wollen die Verträge nicht anrühren. Droht der Brexit?