• Kevin Kühnert hat keine Lust auf eine neue GroKo.
  • Sollte diese das Ergebnis der Bundestagswahl sein, tritt er zurück.
  • Eine neue Koalition mit der Union halte er für "komplett undenkbar".

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Kevin Kühnert will als SPD-Vize zurücktreten, falls es nach der Bundestagswahl zu einer neuen großen Koalition aus SPD und Union kommen sollte. Das kündigte der Bundestags-Kandidat am Donnerstag auf der Internetplattform Reddit an, wo er Nutzerfragen zu diversen Themen beantwortete.

Er betonte allerdings auch: "Alle in der SPD wollen die Union in die Opposition schicken. Wirklich alle." Eine neue Koalition mit der Union halte er für "komplett undenkbar".

Kühnert kritisiert Wahlkampf-Stil von Laschet scharf

In Umfragen wäre eine solche Koalition nach derzeitigem Stand knapp möglich - allerdings dann unter Führung der SPD, die in den Umfragen teils deutlich vor der Union rangiert.

Deutlich größere Mehrheiten hätten allerdings Dreierkoalitionen etwa aus SPD, Grünen und FDP oder aus Union, Grünen und FDP. Kühnert hatte sich bereits nach der vergangenen Bundestagswahl 2017 vehement gegen ein Bündnis der SPD mit der Union ausgesprochen.

Kühnert kritisierte auch den Wahlkampf-Stil von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet. "Armin Laschet führt einen üblen Wahlkampf voller Verleumdungen und ohne eigene Inhalte", schrieb er. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz habe vor diesem Hintergrund "sicherlich keinen Bock, mit dem Typen auf irgendeiner Bühne zu stehen". (dpa/msc)

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