Am Rande des UN-Klimagipfels in New York hat Bundeskanzlerin Merkel den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen. In dem Gespräch ging es um die weitere Umsetzung des Flüchtlingsabkommens zwischen der EU und der Türkei und die Entwicklungen im Syrienkonflikt.

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Kanzlerin Angela Merkel hat mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan über die weitere Umsetzung des Flüchtlingsabkommens zwischen der EU und der Türkei gesprochen. Bei einem bilateralen Gespräch am Rande des UN-Klimagipfels in New York seien zudem die Entwicklungen im Syrienkonflikt sowie politische und wirtschaftliche Aspekte der deutsch-türkischen Beziehungen Thema gewesen, teilte ein Regierungssprecher am Montagabend mit.

Der Flüchtlingszustrom aus der Türkei nach Griechenland dauert unvermindert an: Von Freitag bis Sonntag setzten 719 Menschen zu den griechischen Inseln über und erreichten so die EU. Dies teilte das griechische Bürgerschutzministerium am Montag mit.

Rekordzahl an Migranten auf griechischen Inseln

Demnach lebten auf den Inseln zuletzt mehr als 28.630 Migranten. Noch nie seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im März 2016 seien es so viele gewesen, berichtete der Staatsrundfunk (ERT).

Beim Thema Syrien dürfte es zwischen Merkel und Erdogan auch um die Lage in Syriens letztem großem Rebellengebiet um die Stadt Idlib gegangen sein. Russland als Verbündeter der syrischen Regierung sowie die Türkei als Unterstützer der Rebellen hatten sich vor einem Jahr auf eine entmilitarisierte Pufferzone geeinigt, um eine Offensive der Regierung zu verhindern.

Deren Truppen begannen jedoch im April mit Angriffen. Russische Jets unterstützen sie aus der Luft. Bei den Bombardierungen werden auch immer wieder Kliniken und andere wichtige Infrastruktur ins Visier genommen.

Bei einem weiteren bilateralen Gespräch in New York hatte Merkel mit dem irakischen Präsidenten Barham Salih über den Wiederaufbau des Iraks, den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie andere Entwicklungen in der Region gesprochen. (dpa/dh)

Flüchtlingskrise in der Ägäis bringt Abkommen der EU mit der Türkei ins Wanken

Die griechischen Ägäis-Inseln haben sich zu einen neuen Hotspot der europäischen Flüchtlingskrise entwickelt. Im Kern geht es um Tausende Syrer, die illegal eingereist sind. Zu deren Aufnahme hatte sich die Türkei 2016 im Rahmen eines Abkommens mit der EU verpflichtet.