Nordkoreas Diktator Kim Jong Un droht mit der Entwicklung "neuer strategischer Waffen". Gleichzeitig machte der Machthaber die USA für das Stocken der Verhandlungen im Atomstreit verantwortlich. Nachbar Südkorea befürchtet neue Waffen- und Atomtests des Nordens.

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat angesichts der stockenden Atomgespräche mit den USA die Entwicklung neuer Waffen angedroht. Die Welt werde in naher Zukunft Zeuge einer "neuen strategischen Waffe" sein, wurde Kim am Mittwoch (Ortszeit) von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zitiert, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.

Zugleich beschuldigte Kim die USA, für eigene politische Interessen Zeit zu schinden. Wie sehr Nordkorea seine "nukleare Abschreckung" vorantreibe, werde von der Haltung der USA abhängen.

Falls es keine US-Zugeständnisse gibt, werde Nordkorea neuen Weg einschlagen

Pjöngjang könne nicht die künftige Sicherheit für sichtbare wirtschaftliche Erfolge und Glück und Bequemlichkeit in der Realität aufgeben - jetzt, wo die feindlichen Handlungen und die nukleare Bedrohung gegen sein Land wachse, sagte Kim auf einer Sitzung des Zentralkomitees seiner Partei. Nordkorea hatte bereits gedroht, falls Washington in den Atomgesprächen keine Zugeständnisse mache, werde man einen neuen Weg einschlagen.

Die Verhandlungen sind seit Kims gescheitertem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Februar in Vietnam nicht mehr vorangekommen. Die kommunistische Regierung in Pjöngjang hatte Washington einseitig eine Frist bis zum Jahresende gesetzt. In Südkorea wird befürchtet, Nordkorea könnte sein Moratorium für Tests von Atombomben und Langstreckenraketen aufheben.

Nordkorea fordert unter anderem eine Aufhebung internationaler Sanktionen. Trump lehnt dies ab. Seine Bemühungen, Nordkorea zu einer atomaren Abrüstung zu bewegen, blieben trotz dreier Treffen und vieler warmer Worte erfolglos. (mgb/dpa)

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