• Die FDP will in die Mitte des Bundestagsplenums rücken - weg von der AfD und neben die möglichen künftigen Koalitonspartner SPD und Grüne.
  • Auch die Linkspartei unterstützt das Vorhaben.
  • Die Union spricht sich allerdings vehement gegen Veränderungen an der Sitzordnung aus.

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Alles fing an mit der FDP. Bei einer möglichen Ampel-Koalition wollen die Freien Demokraten die Sitzordnung im Bundestag ändern und mit ihren Plätzen neben die Grünen in die Mitte des Parlaments ziehen - und damit weg von der AfD.

"Es ist kein Spaß, neben der AfD zu sitzen", sagte vergangene Woche der FDP-Abgeordnete Stephan Thomae. Weibliche Mitglieder seiner Fraktion hätten sich oft vulgäre, sexuell anzügliche Kommentare aus den Reihen der AfD anhören müssen, berichtete Thomae.

Dessen Partei bekam nun Rückendeckung für das Stühlerücken im Plenum. "Jeder Demokrat, der nicht mehr neben der AfD sitzen möchte, hat meine volle Unterstützung", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Linkenfraktion, Jan Korte, am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Die AfD sitzt ganz rechts im Bundestag

Das Problem: CDU und CSU wollen ihre Plätze nicht mit der FDP tauschen und neben der AfD sitzen. Der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Müller (CSU) sagte am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Die Sitzordnung im Deutschen Bundestag ist kein Karussell, das nach Belieben herumgedreht werden sollte. Es gibt keinen schlüssigen Grund, die bekannte Sitzordnung zu verändern."

Bisher sitzt die AfD - vom Platz des Bundestagspräsidenten aus gesehen - ganz rechts, daneben die FDP, dann die Union, die Grünen, die SPD und am linken Rand die Linksfraktion.

Aus der FDP-Fraktion hatte es vor mehr als einer Woche geheißen, für die Liberalen seien die Gespräche mit SPD und Grünen aktuell vorrangig. Zu einem späteren Zeitpunkt strebe die Fraktion allerdings durchaus eine Änderung der Sitzordnung an, "weil wir uns als Kraft der politischen Mitte sehen". (dpa/afp/mf)

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