Für die SPD besitzt die Bildungspolitik einen hohen Stellenwert. Damit alle in den Genuss einer guten Ausbildung kommen, befürwortet die SPD in ihrem Wahlprogramm kostenfreie Bildung für alle. Was die Sozialdemokraten sonst noch fordern, können Sie hier lesen.

Kostenlose Bildung für alle

Die SPD bezeichnet Bildung als Grundrecht und setzt deshalb auf Chancengleichheit. Dazu zählt, dass Bildung kostenlos ist – von der Kita bis zum Studium. Aus der Sicht der Sozialdemokraten hat jedes Kind ein Recht auf einen Kita-Platz. Um genügend Kita-Plätze zu schaffen, will die Partei das "bildungsfeindliche Betreuungsgeld abschaffen" und das ersparte Geld in Kindertagesstätten investieren. Angeblich sind das bis zu zwei Milliarden Euro jährlich.

Für Schulkinder streben die Sozialdemokraten Ganztagsschulen an, die jedoch nicht verpflichtend sein sollen. Kinder mit Migrationshintergrund sollen bei Bedarf sprachlich gefördert werden, doch im Gegensatz zu den Plänen von CDU und CSU ist hier kein Sprachtest vorgesehen. Mit der Union im Einklang ist der Wille zur Förderung von Lehrern und Lehramtsstudenten. Für eine gute Bildung will die SPD viel Geld in die Hand nehmen: "Ab 2014 wollen wir schrittweise aufbauend jährlich 20 Mrd. Euro mehr für Bildung investieren. Davon soll der Bund 10 Mrd. Euro bereitstellen."

Duale Ausbildung und Studium im Fokus

Während CDU und CSU die niedrige Jugendarbeitslosigkeit loben, sieht die SPD jährlich 80.000 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Die Möglichkeiten der dualen Ausbildung sollen deshalb ausgebaut werden, hinsichtlich Kapazität und Qualität. Auch Hochschulen stehen im Fokus der Sozialdemokraten: Studieren ohne Abitur soll zum Beispiel künftig einfacher werden. Nach dem jahrelangen Chaos um den Zugang zum Master-Studium steht im Wahlprogramm fest: "Ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelor-Studium ist eine allgemeine Master-Zugangsberechtigung." Wie die Union will auch die SPD das BAföG weiterentwickeln und die Forschung allgemein stärken. Zudem sollen mehr Frauen in wissenschaftliche Spitzenpositionen gelangen.

Im Vergleich: Das fordern die anderen Parteien

Um herauszufinden, welche Partei Ihren Überzeugungen am nächsten kommt, können Sie das bei uns ab Ende August mit dem Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung überprüfen. Der Wahl-O-Mat stellt allerdings keine Wahlempfehlung dar, sondern dient lediglich der Information zu den Wahlprogrammen der Parteien. Den Wahl-O-Mat finden Sie hier.