Irgendwann reißt eben auch die schönste Serie. Das musste Borussia Dortmund in der Champions League im Spiel bei Atletico Madrid am eigenen Leib erfahren. Dennoch lassen sich die BVB-Spieler die gute Laune der vergangenen Wochen durch die 0:2-Pleite nicht vermiesen und nehmen stattdessen lieber den FC Bayern ins Visier.

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Ein Mutmacher für den Bundesliga-Hit gegen den FC Bayern war der Auftritt von Borussia Dortmund bei Atlético Madrid wahrlich nicht. Doch auf die erste Saisonniederlage reagierten die Dortmunder erstaunlich gelassen. Der Glaube an die eigene Stärke nahm nach eigenem Bekunden keinen Schaden. "Wir werden uns davon nicht verunsichern lassen, dafür gibt es zu viel Positives", sagte Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspieler-Abteilung.

Ausgangslage

Der BVB führt die Tabelle der Gruppe A mit neun Zählern weiterhin vor den nun punktgleichen Spaniern an. Schon bei einem Remis in drei Wochen vor heimischer Kulisse gegen den FC Brügge (4 Punkte), der überraschend deutlich mit 4:0 bei AS Monaco (1) gewann, wäre der Achtelfinal-Einzug perfekt. "Das ist wirklich kein Beinbruch. Am Ende können wir mit dieser Niederlage gut leben, weil wir im direkten Vergleich mit Atlético weiter vorne sind", sagte Kehl mit Verweis auf das famose 4:0 im Hinspiel.

Gelassenheit

Mit dem 0:2 beim spanischen Spitzenteams ging für den BVB eine imposante Erfolgsserie von zuvor 15 Pflichtspielen ohne Niederlage zu Ende. Doch der Frust der Dortmunder hielt sich in Grenzen. "So gerne wir hier Punkte mitgenommen hätten. Wir können stolz sein auf die bisherigen Ergebnisse", kommentierte Angreifer Mario Götze.

Harmlosigkeit

Die zuletzt hochgelobte BVB-Offensive blieb in der spanischen Hauptstadt nahezu wirkungslos. Die Statistiker zählten am Ende 15:4-Torschüsse zugunsten von Atlético. Keine der vier Dortmunder Abschlüsse traf das Tor. Das ist der schlechteste Wert für den Revierclub in der Champions League seit Beginn solcher Aufzeichnungen im Jahr 2003.

Zuversicht

Der ersten Niederlage unter der Regie von Lucien Favre gewann Torhüter Roman Bürki mit Blick auf den Bundesliga-Gipfel gegen den FC Bayern sogar positive Seiten ab. "Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass wir nach den letzten Wochen, in denen alles top war, auch mal wieder auf dem Boden der Realität angekommen sind." Ähnlich sah es der ehemalige BVB-Profi Kehl: "Die Jungs freuen sich drauf, unabhängig von dieser Niederlage. Das wird ein Highlight." (dpa/ska)

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