Eric Cantona (49), bekannt als derjenige französische Fußballspieler, der 1995 einem Zuschauer in Kung-Fu-Manier ins Gesicht sprang, nimmt Flüchtlinge auf.

Cantona sagte dem Radiosender "France Inter", er werde für "mindestens zwei Jahre" ein 50 Quadratmeter großes Haus und den dazugehörigen 300 Quadratmeter großen Garten in Südfrankreich zur Verfügung stellen. Auch für die Verpflegung der Flüchtlinge werde er aufkommen: "Wenn man jemanden beherbergt, der ein Jahr lang nicht arbeiten darf, (...) muss derjenige ja auch essen." sagte er im Radio, wie "bild.de" berichtet.

Warum die Umverteilung von Flüchtlingen nicht klappen wird.

Cantona, nach seiner Fußballkarriere als Schauspieler aktiv, engagiert sich, weil er es als "eine wirklich wichtige Sache" erachtet. Und wenn er "damit anderen ein Vorbild sein kann, umso besser", sagt er dem Sender, wie "Sport1" berichtet. Der schwerwiegendste Grund für die Flüchtlingshilfe aber ist die Geschichte seiner eigenen Familie: Seine Großeltern flohen während des Bürgerkriegs in Spanien zwischen 1936 und 1939 vor dem Diktator Francisco Franco. Laut Cantona mussten sie "zu Fuß über die Pyrenäen" reisen.

Der Ex-Profi von Manchester United kritisiert auch den Umgang der Politik mit der Flüchtlingskrise: "Aus wirtschaftlichen Gründen führen wir Kriege. Dann fliehen die Menschen aus dem Chaos, das wir verursacht haben, aber wir sind nicht in der Lage, sie zu empfangen." Auf diese Worte werden nun Taten folgen.